300 Hüttenläufer haben in Hattingen Spaß trotz Regen

12. Hattinger Hüttenlauf mit Start auf dem Hüttengelände Henrichshütte Hattingen.
12. Hattinger Hüttenlauf mit Start auf dem Hüttengelände Henrichshütte Hattingen.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Bei der zwölften Auflage des Hüttenlaufs gehen viele Sportler mit Regenjacken an den Start. 2016 wird die Veranstaltung auch in den überregionalen Laufkalender aufgenommen

Hattingen..  Der zwölfte Hüttenlauf rund um die Henrichshütte fiel ins Wasser – Regentropfen aus den Wolken und große Pfützen auf dem Gelände sorgten dafür, dass jeder Läufer nach seiner Strecke klitschnass war. Trotzdem ließen sich die rund 300 Sportler den Spaß nicht verderben und versuchten, ausgerüstet mit Regenjacken und Schirmen, dem Wetter zu trotzen.

Nach einem Countdown, den das Publikum herunterzählt, ertönt der erste Startpfiff für den Lauf der Kinder. Liam läuft zum ersten Mal mit und meistert die 900 Meter lange Strecke gut, auch weil er schon Erfahrungen gesammelt hat. „Bei den Stadtmeisterschaften war ich auf dem zweiten Platz“, erzählt der Fünfjährige. Auch Lara geht zum ersten Mal beim Hüttenlauf an den Start. „Das ist eine gute Übung für einen Lauf, den ich noch in der Schule absolvieren muss“, erzählt die Zehnjährige. Der Regen hat sie und ihre Schwester Maya (8) nicht so sehr gestört, ihnen war es nur ein bisschen zu kalt. Die Siegerehrung der Kinder wird dann auf Wunsch der Eltern zeitlich vorgezogen, damit sich niemand erkältet.

An der Startlinie wedeln Tänzerinnen von Jasmins Tanzstudio vor jedem Lauf mit ihren Cheerleader-Pompons und sorgen so für Stimmung. „Auf die richtige Choreographie müssen wir leider verzichten, weil die Verletzungsgefahr wegen des nassen Bodens zu groß ist“, erklärt Jasmin Michel-Burbulla.

Den Läufern sollten eigentlich mit Kreide auf den Boden gemalte Pfeile zur Orientierung dienen. Da der Regen diese größtenteils verwischt hat, weisen die Streckenposten den Sportlern den richtigen Weg. Ein Sanitätsfahrrad von Medicare bildet zudem zur Sicherheit das Schlusslicht der startenden Gruppen.

Am fünf Kilometer langen Lauf nehmen auch Kevin (13) und Niklas (14) teil, die bereits im vergangenen Jahr mitgelaufen sind. Bevor es losging, wärmen sich die beiden Freunde etwas auf. „Ich laufe mit, weil ich Spaß an der Bewegung habe und den Lauf als Training für meine Fitness im Handball nutze“, sagt Kevin. Die gleiche Strecke – über das Hüttengelände, entlang der Ruhrallee, über die Phönixbrücke und die Galerien – geht auch Achim Genz an, allerdings in der Kategorie Walking. „Ich betreibe diesen Sport seit zwei Jahren und nehme regelmäßig an verschiedenen Läufen im ganzen Ruhrgebiet teil“, sagt der 67-Jährige, der sein Hobby sonst stets gemeinsam mit einem Freund betreibt. Er hat sich auch ein Ziel gesetzt: Die fünf Kilometer will Achim Genz in 36 Minuten schaffen.

Museumsleiter Robert Laube ist als Veranstalter mit dem Hüttenlauf zufrieden: „Da die Strecke zum ersten Mal amtlich vermessen wurde und die Sportler somit eine souveräne Wertung ihres Laufs erhalten, wird dieser im nächsten Jahr auch in den überregionalen Laufkalender aufgenommen.“.