111 Millionen Euro für den EN-Kreis
23.08.2011 | 22:00 Uhr 2011-08-23T22:00:00+0200
Hattingen. Großteil der LWL-Ausgaben kam Behinderten und pflegebedürftigen Menschen zugute. 34 Arbeitsplätze in den Industriemuseen.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2010 nach eigenen Angaben rund 111,2 Millionen Euro (2009: 109,4 Millionen) im Ennepe-Ruhr Kreis ausgegeben. Das sind rund 50 Millionen Euro mehr, als der Kreis über die Umlage nach Münster überwiesen hat.
Der Großteil der LWL-Ausgaben kam Behinderten und pflegebedürftigen Menschen zugute. 70 Millionen Euro flossen in soziale Aufgaben.
„Mit dem Geld finanziert der LWL die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel das selbstständige Wohnen“, heißt es aus Münster. Auch angesichts der weiter steigenden Zahl gehandicapter Menschen solle das ambulant betreute Wohnen noch stärker als Alternative neben den Wohnheimen gefördert werden.
Im vergangenen Jahr unterstützte der Landschaftsverband im Kreis 917 (2009: 792) Menschen, die allein oder zu mehreren in den eigenen vier Wänden leben.
Neben 772 Wohnheimplätzen finanzierte der LWL auch 1103 Plätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Das Integrationsamt gab zudem 924 000 Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe aus, um Menschen mit Handicap ins Arbeitsleben zu integrieren.
94 Mädchen und 167 Jungen mit Behinderungen besuchten einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des Landschaftsverbandes. Knapp 1,1 Mio Euro zahlte der Verband dafür, dass 146 Kinder zusammen mit ihren nichtbehinderten Altersgenossen einen von 72 Regel-Kindergärten besuchen konnten.
Auch als direkter Arbeitgeber tritt der LWL im Ennepe-Ruhr-Kreis in Erscheinung: In den Industriemuseen Zeche Nachtigall in Witten und Henrichshütte in Hattingen beschäftigt er 34 Mitarbeiter.
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