100 000 Euro mehr für das Bürgerzentrum

Andreas Gerhrke
Andreas Gerhrke
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Holschentorschule soll unter neuem Banner im Herbst öffnen. Etwa ein Dutzend Gruppen haben bisher Interesse angemeldet. Trotz Förderung ist Engagement der Ehrenamtlichen gefragt.

Hattingen..  Im Herbst dieses Jahres soll das Zentrum für bürgerschaftliches Engagement (ZBE) in der ehemaligen Holschentorschule endlich eröffnet werden. Für den Umbau bis dahin kann die Stadt nun mit 100 000 Euro mehr Fördermitteln planen als bisher gedacht. Auf den Einsatz der Ehrenamtlichen bei den Renovierungsarbeiten zählt sie trotzdem.

Etwa ein Dutzend Interessenten gebe es schon für die Räume in der alten Holschentorschule, sagt Andreas Gehrke, der als Chef der Freiwilligenagentur koordiniert, wie das Haus genutzt werden wird. Neben Gruppenräumen ist im Erdgeschoss ein Bürgercafé geplant. Im Dachgeschoss sollen Büros entstehen. Hier könnten neben der Freiwilligenagentur zum Beispiel auch Awo und Frauenberatung neue Räume finden. Auf dem Zettel hat Gehrke außerdem die Seniorenzeithilfe. Interesse bekundet hätten auch der Ambulante Hospizdienst und Pro Rad. Für Selbsthilfegruppen könnte die Holschentorschule ebenfalls neue Heimat werden.

„Relativ wenig Probleme mit der Belegung der Räume haben wir ab 17 Uhr. Die Aufgabe ist jetzt, Möglichkeiten für den Vormittag zu finden“, sagt Gehrke. Vorstellen kann er sich, dass Seminare der Awo oder VHS hier stattfinden. Die endgültige Belegung hänge aber von den Bedarfen der Gruppen ab. Einen Plan kündigt er für Juni/Juli an.

Gefragt ist trotz der höheren Förderung – statt 220 000 Euro wurden jetzt 100 000 Euro mehr bewilligt – das Engagement der künftigen Nutzer. Gehrke: „Ich hoffe das Beste für die Ehrenamtlichen, aber es ist auf Kante genäht“. Rudolf Viefhaus von der Gebäudewirtschaft: „Diese Mittel dürfen für die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen, für die Barrierefreiheit und für die Verbesserung der Funktionalität eingesetzt werden.“ So könnten Räume abgetrennt werden, um Platz für mehr Gruppen zu schaffen.

Besonders freut sich Andreas Gehrke über Hilfsangebote. So habe der Schachverein erklärt, er könne einen Raum herrichten. Die Räume, die mietfrei zur Verfügung gestellt werden, sollen sich die Gruppen teilen. „Die Belegung wird öffentlich einsehbar sein“, so Gehrke.

Entscheidungen werden im ZBE übrigens demokratisch getroffen: Die Vollversammlung wählt einen fünfköpfigen Nutzerrat. Der berät über Anträge zur Raumnutzung, bei Unstimmigkeiten und gruppenübergreifenden Aktivitäten.