Wieder warmes Heim für Tiere in Schalksmühle
12.02.2010 | 22:26 Uhr 2010-02-12T22:26:00+0100
Schalksmühle. Kein Hund muss frierend den Schwanz einziehen. Das Tierheim Dornbusch in Schalksmühle erfährt eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft. Angesichts der eisigen Kälte war dem Betreiber die Brennstoffe ausgegangen.
Der Vorsitzende des Tierschutzvereins Lüdenscheid, der das Domizil im Schalksmühler Flecken Dornbusch betreibt, kann es noch gar nicht so richtig fassen. Er ist schlicht gerührt.
Die Tierschützer hatten sich an den Westdeutschen Rundfunk gewandt. Hilferuf: „Wir haben kein Holz und keine Kohlen mehr! Die Tiere müssen frieren”. In der Lokalzeit Südwestfalen der Aktuellen Stunde sendete der WDR am Mittwoch Abend einen Beitrag. „Drei Minuten nach der Sendung kam der erste Anruf mit Hilfsangebot”, freut sich Hardy. Und am Donnerstag Morgen ging's dann so richtig los.
Kohlen, Briketts und Holz gestiftet
„Um 9.30 Uhr standen die ersten sieben Fahrzeuge in Dornbusch vor der Tür.” Beladen mit Kohlen, Briketts und Holz. Und das bei dem Wetter, bei dem man den sprichwörtlichen Hund nicht vor die Tür jagt. Hardy bat den Räumdienst der Gemeinde Schalksmühle um Beistand: „Damit die Autos wieder hoch bis zur Hauptstraße kommen konnten.” Denn Dornbusch liegt ja bekanntlich verkehrstechnisch nicht gerade priviligiert.
„Wir haben es wieder warm. Für diesen Winter reicht der Brennstoff auf alle Fälle”, ist Hardy glücklich. Für zwei, drei Tage hätten Holz und Kohle noch gereicht. Dann wäre in Dornbusch der Ofen ausgegangen.
Mit unübersehbaren Folgen für die Vierbeiner. „Die Hilfe”, freut sich Manfred Hardy, „kam aus dem gesamten Sauerland, mit einer solchen Resonanz hätte ich nie gerechnet.” Nur die Lüdenscheider haben sich bei der Hilfsaktion offenbar ein wenig zurück gehalten. „Das waren nicht so viele.” Hardy und seine Mitstreiter bedanken sich herzlich bei allen Spendern.
Hundeboxen werden mit Allesbrenner beheizt
Beheizt werden die Boxen der Hunde mit Hilfe eines Allesbrenners. Mit Öl zu heizen wäre viel zu teuer. Denn: Die Boxen sind nach vorne offen, jede Menge Wärme verpufft. „Ein Jahr lang”, erzählt Hardy, „haben wir das gemacht. Da ist sehr viel Öl bei draufgegangen.” Die Boxen, die jeden Tag gereinigt werden, müssen trocken sein. „Wir können die Hunde bei dem Wetter nicht in der Nässe stehen lassen”, macht der Vorsitzende deutlich.
Am Donnerstag Nachmittag hatte Manfred Hardy die Liste der Spender noch gar nicht vollständig abgearbeitet. Etliche warteten noch auf seinen Rückruf, hatten auf den Anrufbeantworter gesprochen.Und unter den Anrufern sind nicht nur Spender von fossilen und nachwachsenden Brennstoffen. Auch Geld ist im Spiel.
„Zweimal 500 Euro sind bereits zugesagt”, freut sich der Vorsitzende. Bares ist knapp in Zeiten der Wirtschaftskrise. Die Leute haben nicht mehr so viel in den Taschen. „Wir können das Geld sehr gut gebrauchen”, macht Hardy deutlich. Da freuen sich nicht nur Hund und Katze . . .
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