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WHS: Leerstände und Mietausfälle

29.08.2007 | 22:46 Uhr

Halver. (käm) Die Wohnnebenkosten sind die Preistreiber. Das erklärte Andrea Craen, Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS), auf der Gesellschafterversammlung gestern Abend im "Hotel Frommann".

Im langjährigen Vergleich seien die warmen Nebenkosten von Anfang 2000 bis Mitte 2006 um rund 53 Prozent gestiegen. Die Steigerung bei den kalten Betriebskosten habe bei rund 11 Prozent gelegen, die Nettokaltmieten seien aber nur um durchschnittlich sieben Prozent angehoben worden.

Die Wohnungsnachfrage ist bei der WHS weiterhin regional stark unterschiedlich. In Halver und Schalksmühle besteht ein Angebotsüberhang. Verstärkt wird dieser Trend durch die rückläufigen Bevölkerungszahlen. Besonders sank die Nachfrage nach Mietwohnungen in den Randgebieten Halvers und Schalksmühles. Nicht nach heutigem Standard modernisierte Wohnungen sind schwer zu vermieten, heißt es im Geschäftsbericht. Dagegen werden zentral gelegene, modernisierte sowie seniorengerechte Mietwohnungen weiterhin gut nachgefragt.

Zu kämpfen hat die WHS neben Leerständen auch mit höheren Mietrückständen und steigenden Mietausfällen. Durch verstärkte Beratung mit mehr Personal im Bereich der Vermietung versucht das Unternehmen den Problemen gegenzusteuern. Im Geschäftsbericht heißt es dazu: "Eine konsequente Modernisierung und eine Auflockerung des Bestandes durch die Veränderung von Grundrissen ... sind zukünftig unerlässlich. Weiterhin sind Maßnahmen zur Energieeinsparung sinnvoll, um neben einem ökologischen Beitrag auch die Nebenkosten der Mieter senken zu können."

Mieterhöungen, so Andrea Craen, seien nur bedingt am Markt durchzusetzen. Möglicherweise würden die Alterung der Bevölkerung, geänderte Lebensformen und Familienstrukturen sowie die finanzielle Situation der Mieter zu einer tendenziellen Erhöung der Nachfrage nach kleinen Wohnungen führen.

Der Mieterwechsel im Bestand betrug 2006 zehn Prozent, das entspricht NRW-Durchschnitt Nach erfolgter Kündigung sei eine direkte Anschlussvermietung in vielen Fällen nicht möglich. Häufig müsse erheblich renoviert werden - eine Erlösschmälerung von 6,3 Prozent.

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