Wenn Schüler ausspannen, kommen die Handwerker
03.08.2010 | 17:28 Uhr 2010-08-03T17:28:00+0200
Halver.Trotz der Ferien ist an den Halveraner Schulen Betrieb. Wenn die Schüler ausspannen, kommen die Handwerker. Der größte Aufwand steht mit einer Fassadensanierung an der Außentoilette an der Realschule an.
Ein großes Lob spricht Michael Schmidt vom Bauamt in Richtung der hauseigenen Hochbautruppe der Stadt aus: „Das Team aus drei Männern arbeitet sozusagen auf Zuruf, schnell und unkompliziert.“
Das verschlanke nicht nur die Auftragswege und verkürze die Ausführungszeiten, es spare zudem auch Steuergeld, denn „viele kleinere Arbeiten fallen im Stundenzeitrahmen an. Das macht eine Abrechnung mit Firmen schwierig. Unsere Leute sind da flexibel.“
Sie rechneten nicht stundenweise ab. So bleibe mehr Geld in der Kasse.
Wenn die Schüler zu Hause bleiben dürfen, dann heißt das nicht, dass an ihren Schulen nicht trotzdem fleißig gearbeitet wird. Doch statt Hirnschmalz kommt in den Ferien eher die Muskelkraft zum Einsatz. Es wird renoviert, dringend notwendige Instandsetzungen werden vorgenommen. So auch derzeit an den Halveraner Einrichtungen. Finanziert werden die Maßnahmen mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II.
Die Grundschule Auf dem Dorfe beispielsweise bekommt in der unterrichtsfreien Zeit neue Türen, Fenster, Oberlichter. Zudem sind Maler am Werk, ein neuer Anstrich ist zum Teil notwendig, wie Michael Schmidt vom Bauamt der Stadt Halver erläutert. In der Lindenhofschule sei relativ wenig zu tun, so Schmidt. „Dort wird nur der Fußboden im Klassenraum neben der neu eingerichteten Küche erneuert.“ Wasserschäden hatten eine Renovierung notwendig gemacht.
„Ruhe“ herrsche momentan an der Grundschule Oberbrügge. Dort waren erst im vergangenen Jahr neue Rohrleitungen verlegt worden. „Davor gab es wohl des Öfteren nasse Füße“, erläutert der städtische Mitarbeiter.
Größter Aufwand an der Realschule
Der größte Aufwand ist an der Realschule nötig. Dort steht eine Fassadensanierung der Außentoilette an, die aktuell „skelettiert“ sei, wie Bau-Fachbereichsmitarbeiter Michael Schmidt beschreibt. Frostschäden habe es gegeben, natürlich dem langen und kalten Winter geschuldet. Dementsprechend soll nun eine neue Dämmung eingebaut werden. „Das Innenleben wird dann eventuell im kommenden Jahr ersetzt“, so Schmidt.
Und dann steht noch die Schwimmhalle auf dem Arbeitsplan. Eine neue Lüftung muss her, denn die alte sei rund 25 Jahre alt und daher nicht mehr tauglich. Rost zeugt vom Zahn der Zeit, der kräftig genagt hat. Mit der neuen Anlage für die Halle und den Umkleidebereich beginnt auch unter energetischen Aspekten ein neues Zeitalter an der Humboldtstraße. „Das neue System bringt eine Einsparung von rund 60 Prozent“, so Schmidt. Grund: es findet nicht immer neue kalte Luft im Kreislauf Verwendung. Stattdessen nutzt die Anlage das Prinzip der Wärmerückgewinnung. Damit amortisiere sich die Anlage innerhalb von fünf Jahren.
Michael Schmidt geht bei allen Arbeiten davon aus, dass sie bis Ende der Sommerferien abgeschlossen sein werden. „Da verlassen wir uns voll und ganz auf unsere beauftragten heimischen Firmen.“
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