Theaterstück zeigt schwierige Suche nach dem Ich
08.02.2009 | 18:00 Uhr 2009-02-08T18:00:00+0100
Hallo, Hallöle - sicher kein üblicher Beginn für einen Gottesdienst, aber Marie Berbecker und Fabian Neuhaus wussten genau, wie sie die Besucher in der voll besetzen Nicolai-Kirche ansprechen mussten.
Der Jugendgottesdienst unter dem Motto „Hour of Power” entsprach dem Geschmack der jugendlichen Gäste. Die Orgel hatte an diesem Abend Pause. Stattdessen bestimmten Schlagzeug, E-Gitarre und Keyboard den Rhythmus der christlichen Lieder, die von der „Konfi-Band” vorgetragen wurden. Viele der Stücke waren den Kirchenbesuchern bekannt, und wie bei einem Rockkonzert wurde mitgetanzt und mitgesungen.
Als Highlight wurden die zwölf Gäste des CVJM-Missio-Centers aus Berlin begrüßt, die in Halver weilten, um sich und ihre Arbeit vorzustellen. Sie ergänzten das Programm durch ein Theaterstück, in dem die Hauptakteurin Anuschka auf der Suche nach sich selbst war. „Wer bin ich”, hieß es immer wieder. Aber weder in der Selbsthilfegruppe, noch in der Psychotherapie, weder beim Drogenkonsum noch auf der Beautymesse fand Anuschka den Sinn ihres Lebens. Bis ihr klar wurde, dass sie nie das sein kann, was andere in ihr sehen. So kam sie zu der Lösung: „Ich bin Anuschka”.
Auch wenn das Theaterstück, gerade für die jüngeren Gottesdienstteilnehmer wohl zu lang war, so wurde es immer wieder durch witzige Einlagen aufgelockert. Seinen Sinn hat es nicht verfehlt. Es sorgte für gesprächsstoff, wie jeder versuchen muss, seinen eigenen Weg zu finden.
Predigt in jugendlichem Stil
Die anschließende Predigt, gehalten von einem Mitglied des CVJM-Missio-Centers, war auch nach dem Geschmack der Jugendgemeinde. Vorgetragen in Schlabberhose, mit Gesichts-Piercing und Schirmmütze entsprach sie nicht nur optisch ihren Erwartungen. Auch der Inhalt, der einen bekannten Song der Sängerin „Pink” interpretierte, war so, dass die Jugendlichen sich damit identifizieren konnten. Predigtstellen wie „Gott hat sich voll was dabei gedacht, als er dich geschaffen hat”, oder „er hat voll viel Liebe in dich gesteckt” waren die Sprache, die die Jugendlichen verstanden.
Mit weiteren rockigen Liedern beendete die Konfi-Band den Jugendgottesdienst.
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