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Schuljahr 2012/2013

Sekundarschule in Breckerfeld

30.12.2011 | 18:16 Uhr
Sekundarschule in Breckerfeld

Halver.Zu Beginn des Schuljahres 2012/2013 nimmt im benachbarten Breckerfeld die erste Evangelische Sekundarschule in NRW ihren Betrieb auf. Diese neue Schulform ermöglicht ein längeres gemeinsames Lernen und kommt dem Wunsch von Eltern entgegen, die ihren Kindern alle Bildungswege länger offen halten möchten. Mit Gelassenheit betrachten die Verantwortlichen in Halvers Schulen und Verwaltung diese Entwicklung.

Kein Grund für hektische Aktivitäten

Ob die Einrichtung einer Sekundarschule in Breckerfeld Auswirkungen auf die Anmeldezahlen in Halver haben wird, vermag Eva Bangert, Kommissarische Leiterin der Realschule an der Humboldt­straße, derzeit nicht abzuschätzen: „Das sehen wir nach Ablauf der Frist im Februar.“

Bürgermeister Dr. Bernd Eicker sieht keinen Grund zu hektischen Aktivitäten: „Halver hat einen hervorragenden Ruf als Schulstandort – sei es nun das Anne-Frank-Gymnasium oder die Ganztagsschule.“ Das zeige sich nicht zuletzte darin, dass die Absolventen der Ganztagsschule zu 60 Prozent im Anschluss eine Ausbildungsstelle fänden. Deshalb ist der Bürgermeister guter Dinge, dass Halveraner Eltern zunächst einmal die Schulen in ihrem Wohnort nachfragten.

Doch natürlich müssten sich Verwaltung und Politik angesichts des demografischen Wandels und dem damit einhergehenden Geburtenrückgang Gedanken um die Zukunft aller Schulen machen. Sollten Kooperationen mit Nachbarkommunen notwendig werden, um ausreichende Klassenstärken zu schaffen, sieht Dr. Eicker allerdings eher eine Zusammenarbeit mit Schalksmühle denn mit Breckerfeld. Und weiß sich dabei schon jetzt eins mit Jörg Schönenberg, dem Bürgermeister-Kollegen der Volmegemeinde.

Das müsse jedoch alles gut überlegt sein – und zwar nach eingehender Diskussion zum Thema sowie rechtzeitiger, intensiver Informierung sowie Befragung der Eltern über ihre Meinung zu den durch den Düsseldorfer Schulkonsens möglich gewordenen Unterrichtsformen.

Angebot für die Jahrgänge 5 bis 10

Die Überlegungen der Landesregierung gehen dahin, dass die Sekundarschule dazu beitragen solle, langfristig ein attraktives, gerechtes, leistungsfähiges, umfassendes und wohnortnahes Schulangebot zu gewährleisten.

Die neue Sekundarschule umfasst die Jahrgänge fünf bis zehn, und sie ist laut Gesetz mindestens dreizügig. Für die Errichtung sind mindestens 25 Schülerinnen und Schüler pro Klasse erforderlich. Die Sekundarschule bereitet Schüler sowohl auf berufliche Ausbildung als auch die Hochschulreife vor.

Der Unterricht bietet von Anfang an auch gymnasiale Standards. Die zweite Fremdsprache im sechsten Jahrgang wird für die Schüler fakultativ angeboten; ein weiteres Angebot für die zweite Fremdsprache wird, wie am Gymnasium und der Gesamtschule üblich, ab der Jahrgangsstufe acht eröffnet.

In der Sekundarschule lernen die Kinder und Jugendlichen mindestens in den Klassen fünf und sechs gemeinsam. Ab dem 7. Jahrgang kann der Unterricht auf der Grundlage eines Beschlusses des Schulträgers integriert, teilintegriert oder in mindestens zwei getrennten Bildungsgängen (kooperativ) erfolgen.

Die Sekundarschule verfügt über keine eigene Oberstufe, sie geht aber mindestens eine verbindliche Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs ein. Damit ist sichergestellt, dass Eltern bei der Anmeldung genau wissen, wo ihr Kind das Abitur machen kann.

Claudia Homuth

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