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Schwedinnen: "Halver ist so süß"

22.10.2007 | 03:17 Uhr

Halver. (lö/cs) Eine positives Resümee zog die vierköpfige Delegation aus Halvers schwedischer Partnerstadt Katrineholm nach dem Besuch der verschiedenen Einrichtungen für Senioren.

"In Halver wird eine Menge für die Senioren getan", betonte Monica Johansson, stellvertretende Bürgermeisterin von Katrineholm am Sonntagmorgen im Ratssaal, "es ist interessant für uns zu sehen, wie die Seniorenarbeit hier funktioniert."

Besonders beeindruckt hatte die vier Damen das Konzept des betreuten Wohnens, das Andrea Craen, Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle, vor Ort vorgestellt hatte. "Halver kann wirklich stolz darauf sein, was es für seine Senioren erreicht hat", so Johansson. Die Gesellschaft müsse sich an die Bedürfnisse der älteren Menschen anpassen. Schweden sehe sich genau wie Deutschland mit dem Problem einer alternden Gesellschaft konfrontiert.

Ein wichtiges Ergebnis des Austausches sei die gemeinsame Idee, auf der Ebene der Seniorenarbeit eine Kooperation zwischen Halver und Katrineholm zu entwickeln, in die auch die ansässigen Pflegeeinrichtungen sowie Forschungsinstitute für diesen Themenbereich, wie die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik aus Iserlohn, mit einbezogen werden sollen. Möglicherweise könne man für ein solches Projekt sogar EU-Mittel gewinnen, meint Monica Johansson.

Bernd Lauermann, Leiter des Hauses Waldfrieden, zeigte sich begeistert von der Idee. Er habe bereits viel Interessantes über das System in Schweden erfahren können und halte einen gemeinsamen Lernprozess für sehr sinnvoll, betonte er.

Im Mittelpunkt des zweiten Besuchstages am Sonntag stand die Halveraner Stadtentwicklung. Bürgermeister Bernd Eicker erläuterte im Ratssaal einige Details zu Bahngelände, Schulzentrum und Industriegebiet Oeckinghausen, bevor sich die Delegation auf eine Stadtrundfahrt begab, an der auch einige Fraktionsmitglieder aus dem Stadtrat teilnahmen. Peter Starke und Bernd Lauermann waren für die CDU dabei, Michael Kortmann vertrat die FDP. Am Vortag hatte bereits Ingeborg Zensen (SPD) die Schwedinnen begrüßt.

Neben den erwähnten Schwerpunkten der derzeitigen Stadtentwicklung bekamen die Besucherinnen bei der Stadtrundfahrt auch die Gelegenheit, einige Wohngebiete sowie unter dem Freizeit-Aspekt die Heesfelder Mühle kennenzulernen. Nachdem die Schwedinnen bereits am Vortag einige "Ecken" von Halver gesehen hatten, bestätigten sie am Sonntagmorgen: "Halver ist so süß!"

Bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Brasserie Kulturbahnhof tauschten sich die Gäste über die Stadtrundfahrt aus. Am Nachmittag stand für die Schwedinnen ein Ausflug nach Köln auf dem Programm.

Beim abschließenden Gespräch am Montagmorgen betonte Johansson noch einmal die touristische Attraktivität Halvers: "Die Wanderwege und auch die Landschaft sind für Schweden sehr reizvoll." Eine enge Zusammenarbeit auf diesem Sektor sei von Halveraner Seite sehr wünschenswert, so auch Eicker. Zur guten Erinnerung gab es noch Deftiges mit auf dem Weg, ein Schinken, westfälisches Schwarzbrot und Pralinen aus Halver sollen noch länger für einen angenehmen Nachgeschmack des Besuchs sorgen.

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