Rührender Abschied mit Musik
20.08.2010 | 18:13 Uhr 2010-08-20T18:13:00+0200
Halver.Abschiede sind immer ein bewegender Moment – manchmal können sie auch zu Tränen rühren. Und das tat der Abschied der israelischen Jugendtanzgruppe Hora Pardess Hanna Karkur am Donnerstagabend in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums.
In der vergangenen Woche haben die Jugendlichen, teilweise gemeinsam mit ihren Gastfamilien, noch ein umfangreiches Programm absolviert. Dazu gehörte neben einem Seminartag in der Heesfelder Mühle, einer Führung durch Köln und einem Besuch des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam auch ein Spaßtag im Phantasialand.
Am Tag vor der Rückreise nach Israel führten die Tänzer vor sozusagen „heimischem Publikum“ noch einmal ihr einstündiges Programm auf und wurden, wie bei ihren drei vorherigen Auftritten, mit langem Applaus belohnt.
Klaus Böcker, der den Jugendaustausch vor 20 Jahren ins Leben rief, ließ es sich nicht nehmen, nach der Vorstellung einige Worte an die Tänzer, das Publikum und vor allem an Andrea Reich, die die gesamte Organisationsarbeit von ihm übernommen hat, zu richten. „In diesem Jahr erlebe ich den Besuch der israelischen Gäste zum ersten Mal nur als Besucher und damit stressfrei – dennoch freue ich mich, dass mir der Kontakt weiterhin möglich ist, denn er wird mir nach wie vor für mein weiteres Leben viel bedeuten.“
Brücke der Verständigung
Böcker weiter: „Ich hoffe, dass diese Tanzgruppe in zwei Jahren wieder nach Halver kommen wird, denn mit diesem Jugendaustausch haben wir eine Brücke der Verständigung gebaut. Andrea Reich hat mir ihrer natürlichen und liebenswerten Art alles, was für die Fortsetzung dieses Brückenbaus erforderlich ist.“ Der lange Applaus, der diesen Worten folgte, bestätigte ihn.
Auch Gazit Yarden-Sela, die Managerin der Gruppe, richtete einige Abschiedsworte ans Publikum. Sie dankte im Namen der ganzen Gruppe für die freundliche Aufnahme in den Familien, die sie als sehr offen und sensibel kennen gelernt hätten. Auch sie hoffe, dass das Austauschprogramm fortgesetzt werden kann.
Das letzte Wort gehörte der unermüdlichen Organisatorin des Austausches. Aber bevor Andrea Reich das Mikrofon in die Hand nehmen konnte, wurde sie von einer spontanen Aktion der Gastgeschwister überrascht. Jeder bedankte sich persönlich mit einer Blume für die von ihr geleistete Arbeit, die den Jugendaustausch erst ermöglicht hat. Die Jugendlichen wissen, dass ohne Andrea Reich diese Begegnung nicht möglich gewesen wäre. Ein Schild „Andrea, we love you“, Buchstabe für Buchstabe von den israelischen Tänzern gehalten, machte diese Sympathie noch einmal deutlich.
Sichtlich überwältigt richtete Andrea Reich nach dieser Aktion dann doch noch einmal das Wort an das Publikum im AFG. Ihr Dank galt nicht zuletzt den zahlreichen Gasteltern, die die ihnen anvertrauten Jugendlichen über fast zwei Wochen wie eigene Kinder versorgt hatten. „Keiner wurde krank, keiner wurde verletzt, ging verloren oder hat sich verlaufen und niemand kam zu spät“, so fasste sie die vergangenen beiden Wochen mit einem Augenzwinkern zusammen.
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