Posthaus soll in neuem Glanz erstrahlen
16.12.2009 | 22:00 Uhr 2009-12-16T22:00:00+0100Halver. Das Posthaus an der Marktstraße soll schon bald in neuem Glanz erstrahlen. Das jedenfalls verspricht Michael Gedigk, der das Gebäude am 1. Dezember gekauft hat. „Es soll wieder richtig schön werden”, hofft Gedigk.
Der Unternehmer rechnet mit einer Umbauzeit von drei bis vier Monaten. Deshalb wird das China-Restaurant Royal Garden auch zum 31. Dezember schließen. Ob nur vorübergehend oder endgültig, steht laut Michael Gedigk noch nicht fest. Der Pachtvertrag jedenfalls sei bisher von keiner Seite gekündigt worden. Gedigk hat mit dem Gebäude auch das komplette Inventar erworben.
Umbau hat bereits begonnen
In den oberen Etagen hat der Umbau bereits begonnen. Hier sollen drei Wohnungen entstehen: zwei mit jeweils ca. 75 Quadaratmetern Wohnfläche, eine weitere mit 150 Quadratmetern plus 45 Quadratmeter Terrasse. Eine Eigennutzung der Wohnungen ist nicht geplant: „Die sollen vermietet werden.” Jede Wohnung soll mit einer eigenen Gastherme ausgestattet werden.
Künftige Gastronomie
steht noch nicht fest
Außerdem entstehen noch zwei Zimmer, die vom Personal des Restaurants genutzt werden können. Was für ein Restaurant das sein wird, steht noch nicht fest. Sowohl die Fortführung des China-Restaurants als auch ein neuer Pächter seien denkbar, so Gedigk.
Bei dem Umbau wird das Haus fast komplett entkernt. Es werden neue Zwischendecken eingezogen, es gibt komplett neue Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen. Auch neue Fenster und eine neue Isolation der Grundmauern sind vorgesehen. Und auch für die Fassade hat der neue Eigentümer bereits feste Vorstellungen. „Ich möchte den alten Charakter des Hauses wiederherstellen.” Sowohl die Stuckarbeiten an den Fenstern als auch die Farbgebung und die Beschriftung „Posthaus” oder „Altes Posthaus” sollen dazu beitragen. Dazu sammelt Gedigk seit einiger Zeit alte Bilder des Gebäudes.
„Das ist ein Haus mit Geschichte”, sagt der neue Besitzer. Er hat sich bereits die komplette Bauakte bei der Stadt Halver abgeholt. Darin finden sich alte Bauanträge, teilweise mit handgezeichneten Planskizzen wie beipsielsweise der aus dem Jahre 1895. Anhand dieser Akte lässt sich eindeutig nachvollziehen, wie oft an diesem Gebäude schon an- und darin umgebaut wurde. Dabei gibt es auch so ungewöhnliche Anträge wie den zum Anbau einer Abortanlage. Logische Begründung damals: „Die Toilettenanlage ist zu klein.”
Zusätzlich wird im Zuge des Umbaus auch die komplette Umlage des Hauses in Schuss gebracht. Gedigk bemerkte dazu: „Die Parkplätze hinter dem Haus und auch vorne werden neu gepflastert, damit es ein bisschen ansehnlicher wird.” Spätestens im kommenden Frühling soll das komplette Haus dann in neuem Glanz erscheinen.
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