Nur noch zwei Schichten bei Leoni
05.11.2008 | 17:30 Uhr 2008-11-05T17:30:00+0100
Die Auswirkungen der Automobilkrise machen sich auch bei der High Temp Solutions GmbH der Leoni AG bemerkbar. Beim Werk im Gewerbegebiet Oeckinghausen werden derzeit nur noch zwei statt bisher drei Schichten gefahren.
Der Automobilzulieferer Leoni AG mit Sitz in Nürnberg hatte am Dienstagabend eine Umsatz- und Gewinnwarnung herausgegeben. Für den Standort Halver bedeutet das, wie auch für alle anderen Werke weltweit, dass „Überstunden und Urlaubsansprüche abgebaut werden”, bestätigte Leoni-Pressesprecher Sven Schmidt gestern auf Anfrage der WR. In der Pressemitteilung kündigt das Unternehmen an, dass auch ein Personalabbau nicht ausgeschlossen sei, sollten die Bänder bei den Autoherstellern länger stillstehen. Dies, so versicherte Schmidt gestern, gelte aber nicht für den Standort Halver: „Hier wollen wir schon im nächsten Jahr deutlich wachsen.” Deshalb sei in Halver mit einer Ausweitung des Personals zu rechnen. Zurzeit sind an der Alfred-Jung-Straße 60 Mitarbeiter beschäftigt.
In Oeckinghausen fertigt die High Temp Solutions GmbH unter anderem Leitungen für Xenon-Scheinwerfer und für Bremssysteme. Damit, so Schmidt, sei das Halveraner Werk von der Automobilkrise natürlich stark betroffen. Schmidt: „Die Kollegen spüren die Krise deutlich.” Und das, obwohl der Bereich „Draht und Kabel”, zu dem die High Temp Solutions GmbH gehört, im dritten Quartal 2008 sogar ein leichtes Umsatzplus (von 364 auf 368,5 Millionen Euro) zu verzeichnen hatte.
Umsatzsteigerung bei Draht und Kabel
In den ersten neun Monaten 2008 nahm das Umsatzvolumen um acht Prozent auf 1,119 Mrd. Euro (Vorjahr 1,034 Mrd.) zu. Während die Nachfrage nach Spezialkabeln für die Medizintechnik, die Investitionsgüterindustrie und die Petrochemie sowie im Bereich Strahlenvernetzung unverändert hoch blieb, zeigten sich im Geschäft mit Automobilleitungen allerdings erste Schwächen.
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