Neuer Backofen war die Hauptattraktion
29.05.2007 | 09:34 Uhr 2007-05-29T09:34:27+0200Halver. Anlässlich des 14. Deutschen Mühlentages der deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde kamen etwa 750 Besucher in die Heesfelder Mühle. Hauptattraktion war natürlich der neue Backofen.
"Der Ausbau des Mühlenspeichers, wo der Ofen eingebaut wurde, passt sehr gut ins bestehende Gebäudekonzept", sagte Klaus Brunsmeier vom Verein Heesfelder Mühle e. V. Dazu gehört das im Jahr 1870 erstellte Gebäude.
Hierin befindet sich heute der Bioladen mit dem darüber befindlichen großen Saal. Die ehemalige Schule aus dem Jahr 1782 ist heute Standesamt und Museum. Bis 1923 stand auf der Fläche des jetzigen Parkplatzes eine Backstube. "Denkmäler müssen auch genutzt werden", betonte Brunsmeier.
Energie wird in den kommenden Jahren immer teuerer. Die Hitze des neuen Ofens wird nicht allein zum Brotbacken, sondern auch zum Heizen des Ladengebäudes genutzt.
Außenanlage soll ausgebaut werden
Energie einsparen und effizient nutzen - dieses rundum gelungene Konzept hat noch einen positiven Nebeneffekt. Der Ofen wird mit Käferholz, oder Heckenschnitt befeuert. So findet dünnes Knüppelholz sinnvoll Verwendung.
Als Nächstes will der Verein Heesfelder Mühle die Außenanlage ausbauen. Damit könnte die Heesfelder Mühle auch touristisch an Bedeutung gewinnen.
"Gesunde Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau genießen in Verbindung mit einer Tour durch die Natur", umriss Bürgermeister Bernd Eicker die Idee. Auf Einladung des Vereins Heesfelder Mühle schickte er die ersten Brote in den neuen Ofen.
Nebenan im Saal über dem Bioladen war ein großes Büffet aufgebaut. Es gab Brötchen in verschiedenen Variationen, Suppe, Frikassee mit Reis und Kuchen. Eine Ausstellung informierte über die Historie der Mühle, die erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde.
Stefan Heinrich, Geschäftsführer des Bioladens, erläuterte den Gästen die Funktion des Mühlrades. Insbesondere im Winterhalbjahr sorgt es für Schwung bei der Stromerzeugung. Bei voller Auslastung schafft die Anlage 25 Kilowatt pro Stunde.
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