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Presbyterwahl

Musterbeispiel für Ausgrenzung der Kritiker

03.02.2012 | 16:27 Uhr
Musterbeispiel für Ausgrenzung der Kritiker
Foto: Presbyterwahlen finden in vielen Gemeinden von NRW statt.

Halver.  Die Diskussionen in der Gemeinde um die Kandidatenliste der Presbyterwahl erregt die Gemüter. Bernd Nockemann meldet sich mit seiner Meinung in einer Stellungnahme zu Wort.

Frau Herßebroick und Frau Kämper-Stenzel weisen in ihren Leserbriefen darauf hin, dass in der Gemeinde in verschiedenen Bereichen eine segensreiche Arbeit geleistet wird. Das haben wir nie bezweifelt und erkennen es ausdrücklich an.

Was die beiden jedoch vergessen haben ist, dass die Kantoreiarbeit (Proben, Konzerte, Kantoreifest, das in das Gemeindefest überging und nun nicht mehr stattfindet, u.a.m.) ja auch eine Gemeindearbeit ist, die einen Dienst im christlichen Sinne darstellt. Und dass wir alle unseren Dienst auch zur eigenen Erbauung tun, ist doch klar. Etwas anderes zu behaupten wäre Heuchelei, es muss sich hier doch niemand opfern.

Die Beteuerung, alle, die an Gott interessiert sind, seien willkommen, ist aber schlicht unwahr. Für mich, wie für viele Christen in der Kirche, bedeutet mitwirken eben auch kritisch hinschauen und das ist eindeutig nicht willkommen. Wir sind ausgegrenzt worden, das ist schwarz auf weiß beweisbar, ich habe den von allen Presbytern unterschriebenen Brief, in dem uns ohne Einschränkung mitgeteilt wird, unsere Mitarbeit sei nicht mehr willkommen, auf meinem Schreibtisch liegen.

Der Grund war, dass wir unsere Rechte vor einer weltlichen Instanz durchsetzen wollten. Abschottung und Gleichschaltung sind die Ziele dieser Gemeindeleitung. Wer Angst vor Argumenten hat, kann nicht auf dem richtigen Weg sein, darüber sollten alle Beteiligten einmal nachdenken. Wenn wir ein Forum innerhalb der Gemeinde hätten, wäre es gar nicht notwendig geworden, uns an die Öffentlichkeit zu wenden.

Gut, dass es noch eine freie Presse gibt! Es ist dringend notwendig, dass dieses Presbyterium wieder Mitglieder bekommt, die die Integration fördern durch eine offene, faire Auseinandersetzung. Wenn es Streit gibt, dann nur, weil die Kritik an der Gleichschaltung unterbunden werden soll.

Leserbriefe müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Wir behalten uns das Recht auf Kürzungen vor!

Bernd Nockemann, Halver

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