Mordsmäßig gelungene Premiere
10.02.2012 | 22:45 Uhr 2012-02-10T22:45:00+0100
Halver.Die Kriminalkomödie „Mord in der Waschküche“ feierte am Donnerstag ihre Premiere auf der Bühne des Anne-Frank-Gymnasiums. Dabei überzeugten die Schüler der Theater-AG abermals mit viel Witz und Charme.
„Insgesamt gibt es 38 Gründe für einen Mord in der Waschküche“, hieß es gleich zu Beginn. Rein theoretisch mag die Waschküche also ein Raum zum Waschen sein, doch in Wahrheit sei sie häufig der Schauplatz verbitterter Kämpfe. So auch in der Kriminalkomödie des Schweizer Autors Mike LaMarr.
Zutaten für ein heilloses Durcheinander
Eine Waschmaschine, ein Mord, zwei mehr oder weniger kompetente Ermittler und gleich fünf Verdächtige – was klingt wie die Zutaten eines Rezeptes, sind tatsächlich Zutaten für ein heilloses Durcheinander. Und zwar ein Durcheinander in der Waschküche. Auslöser dafür ist der Tod des gut aussehenden Machos Bruno Ruckstuhl, gespielt von Timo Stacey. Mieterin Yvonne Springer, gespielt von Nina Krampe, findet diesen regungslos auf dem gefliesten Boden liegend, als sie gerade ihre Wäsche waschen möchte.
„Eine Leiche in der Waschküche – das verstößt eindeutig gegen die Hausordnung!“, findet auch Hausmeisterin Maja Staub (Laura Schröder). Rasch werden Ortspolizist Silvio Schär und Kriminalinspektorin Christina Martini herbeigerufen. Im Folgenden nehmen die beiden, gespielt von Mirko Muhshoff und Annika Rademacher, ihre Ermittlungen auf. Schnell steht fest, dass es sich um Mord handelt, und auch der Kreis der möglichen Täter ist bald definiert.
Nach und nach stellt sich heraus, dass jeder Hausbewohner eine besondere Beziehung zu Bruno Ruckstuhl hatte und damit auch ein Motiv. Für die schlecht gelaunte Inspektorin Christina Martini und ihren etwas einfältigen Gehilfen Silvio Schär bedeutet dies Schwerstarbeit, für die Zuschauer pures Vergnügen. Auch die pfiffigen Diskussionen und liebevoll gestalteten Requisiten begeisterten das Publikum.
Theateraufführungen haben am Anne-Frank-Gymnasium Tradition – nicht zuletzt dank des großen Engagements einer aktiven Schülerschaft. Dies freut Lehrer Karsten Thiesbrummel besonders. Seit Jahren leitet er die Theater-AG des Halveraner Gymnasiums. In Zeiten verkürzter Schulzeit und gehäuften Nachmittagsunterrichts sei es bemerkenswert, wenn Jugendliche freiwillig länger in der Schule blieben und ihre Freizeit opfern. Viele tun dies bereits seit mehreren Jahren. Auch für Schulleiter Paul Meurer keine Selbstverständlichkeit – er sprach den Schülerinnen und Schülern ein großes Lob aus. Das Publikum dankte seinerseits mit reichlich Beifall.
Wer wissen möchte, wer schließlich als Mörder ausfindig gemacht wird, kann dies heute Abend herausfinden. Für die Aufführung ab 19 Uhr in der AFG-Aula gibt es noch Karten an der Abendkasse.
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