Peter Tonetti
Mit dem Motorrad durch Rumänien
05.01.2010 | 08:00 Uhr 2010-01-05T08:00:00+0100
Halver. Eine unvergessliche Tour absolvierte der Halveraner Peter Tonetti mit seinem Motorrad. Er machte eine Rundreise durch Rumänien – für ihn ein „Land der Gegensätze”.
Die Reise begann im Autozug in Richtung Österreich.Von Wien aus ging es auf dem Motorrad weiter nach Ungarn. Bis Budapest fuhr Tonetti mit seinem Begleiter Bernd entlang der Donau. Diesen Weg kann er nur empfehlen: „Wirklich sehr schön.”
Die Einfahrt nach Rumänien erfolgte in Oradea. „Eine uralte Stadt, die bereits restauriert wurde.” Doch bei der Fahrt über die Umgehungsstraße erlebten die beiden Motorradfahrer gleich, was sie in Rumänien erwarten würde: „Ich dachte, ich bin auf dem Mond. In der Straße befanden sich tiefe Löcher.” Weiter ging's Richtung Norden, also Richtung Ukraine. „Da war sofort zu sehen, dass dort noch Armut herrscht.” Die meisten Dörfer haben keinen Anschluss an die Wasserversorgung; die Bewohner holen sich Wasser aus einem Ziehbrunnen in der Nähe.
In diesen Gegenden hatten die beiden ihr erstes größeres Problem: „Wir mussten ja eine Möglichkeit zur Übernachtung finden”, so Tonetti. In den kleinen Orten fanden sie keine Unterkunft, wurden später gar von der Polizei aufgegriffen. „Die haben uns zu einem Hotel geleitet, doch die wollten uns nicht aufnehmen.” So ging's zurück nach Dej, der nächst größeren Stadt. Dort fanden die beiden Unterschlupf in einem Hotel aus den 70er Jahren.
Besonders die Straßen in Rumänien machten den Fahrenr zu schaffen, denn neben den Schlaglöchern gab es weitere Schwierigkeiten: „Auf einmal endete der Asphalt und man stand auf einer Schotterstraße.” Dort konnten die beiden mit ihrem Gepäck auf dem Gefährt teilweise nur im Stehen fahren. „Da schafft man dann höchstens 30 Kilometer in der Stunde”, erklärt Tonetti.
Die Reise führte weiter durch die Karpaten in Richtung Nordwesten bis zu einem See bei Piatra-Neamt. Die Dörfer am Weg bestehen meist nur aus einer Straße: „Die sind dann teilweise zehn Kilometer lang. Hinter den Häusern liegen die Felder, die die Bewohner bewirtschaften.” Oft fehlt neben der Wasserversorgung auch eine Kanalisation. Am See lernte der Halveraner einen Deutschen kennen, der als Ingenieur in Rumänien tätig war und sich inzwischen einen Pension aufgebaut hat. Dort fanden auch die beiden Reisenden Unterkunft.
„Der Vorteil an Rumänien ist, dass man wirklich überall hinfahren kann. Nirgendwo findet man ein Verbotsschild, lediglich mal einen Hinweis auf die Gefahr von Bären”, erzählt Tonetti.
Im Norden befinden sich zahlreiche Klöster, die perfekt restauriert wurden. „Die Gemälde in den Kirchen waren wirklich perfekt. Besser als in vielen Kirchen im Westen”, so Tonetti. Ansonsten findet sich in weiten Teilen des Landes nur unberührte Natur.
Die Reise führte weiter in Richtung Osten – über Galati nach Tulcea zum Donaudelta. „Eine riesige Naturlandschaft mit vielen Tierarten und absoluter Ruhe”, schwärmt Tonetti. Von dort führte der Weg zurück ins Landesinnere in Richtung Sibiu – auf Deutsch Herrmannstadt. Die Stadt liegt in der Siebenbürgen, auch Transsilvanien genannt. Das Wahrzeichen von Sibiu ist die „Schwarze Kirche”. sie dient heute als Konzertsaal; auch Tonetti hat sich eine Probe eines Orchesters angehört.
22:47
würde gern mehr erfahren
21:43
netter Artikel! Tolle Fotos, gibt es da noch mehr ? Würde sie gern sehen!
Weiterhin viel Spaß dem Weltenbummler!
Grüße Aus BS
16:08
ich frage mich auch was fuer eine Route er gewaehlt hat, da in Sued-Osten keine Baeren zu sehen sind, :) ... und dass Hermannstadt die Schwarze Kirche hat muss sich vielleicht gestern geaendert haben
12:50
Schöner Artikel allerdings ist die Schwarze Kirchenicht das Wahrzeichen Hermannstadts sondern Kronstadts rum. Brasov