Maschinen frankieren Post an Bürger
07.12.2007 | 17:37 Uhr 2007-12-07T17:37:00+0100
100 Jahre Rathaus. Stehpulte und Stammbücher, die handschriftlich geführt wurden, sind Geschichte. Im alten Gemäuer arbeitet eine moderne Stadtverwaltung. Wie und was verwaltet wird, zeigt der WR-Adventskalender.
Bis Weihnachten öffnen wir täglich eine Tür im Rathaus und ermöglichen Ihnen ungewohnte Einblicke.
Die Poststelle des Rathaus ist multifunktional und ein Ort der Begegnung für die Mitarbeiter. Viele Schreiben werden gebracht und abgeholt. Voluminöse Drucker nehmen einen großen Teil des Raumes ein. Mit ihnen werden Einladungen, Protokolle und viele andere Schriftstücke aus allen Abteilungen zu hunderten kopiert und gefaltet.
20 Jahre Post bearbeitet
Angeschlossen im Nachbarraum ist die Materialausgabe. Morgens um acht Uhr hat Hartmut Germey seit 20 Jahren die Post abgeholt und geöffnet. Um neun kamen die Nachzügler und die Einschreiben dazu. Alle Schreiben werden geöffnet, gesichtet und mit einem Eingangsstempel versehen, bevor sie abgeholt werden. Hat. Denn zum Jahreswechsel geht er in Rente. In den drei Wochen Urlaub, die ihm noch zustehen, vertritt ihn Anja Walle, die sich um die Material-Beschaffung und Ausgabe nebenan kümmert. „Wir wissen noch nicht genau, wer sein Nachfolger wird.” Mit Germey geht auch die alte Möblierung.
„Wegen kürzlich festgestellter Sicherheitsmängel wird hier alles geändert und modernisiert”, informiert Walle. Das kann das „Aus” bedeuten für die schöne, alte, voll funktionsfähige Briefwaage von 1951. Neben einem „Papierrüttler”, der das Papier für die Drucker von Staub und Schneideresten befreit - mit erheblicher Geräuschkulisse -, findet man eine riesige, alte Buchpresse.
Die neuen Gesetzesvorlagen kommen als Hefte. Am Jahresende hat Germey jeweils 1 000 Seiten in Bücher gepresst und gebunden. Mittags „jagd” Hausmeister Detlef Hager die Briefe durch die Frankiermaschinen und bringt sie zur Post. „Wir haben seit einem halben Jahr ein neues Gerät, das viel schneller arbeitet als das Vorgänger-Modell.”
Und zwischen all diesem Papier und Material gibt's immer wieder mal eine Neuigkeit und eine nette Begegnung in der Poststelle des Rathauses.
0mitdiskutieren