Kreikebaum legt Ratsmandat nieder
15.02.2012 | 17:09 Uhr 2012-02-15T17:09:00+0100
Halver.Alfred Kreikebaum (SPD) legt sein Mandat im Halveraner Stadtrat nieder. Gestern hat Kreikebaum, der seit 1994 dem Rat der Stadt angehört, Bürgermeister Dr. Bernd Eicker über seinen Schritt unterrichtet. Ansonsten war, neben dem SPD-Fraktionsvorsitzenden, nur ein kleiner Kreis über den Schritt informiert worden. Kreikebaum, der in diesem Jahr 60 Jahre alt wird, gab gestern Morgen „persönliche Gründe“ für seinen Rücktritt an. „Wenn ich was mache, will ich das richtig machen“, sagte der SPD-Politiker im Gespräch mit der Westfälischen Rundschau. Seine Arbeit als Betriebsratsvorsitzender der Firma Otto Fuchs (Meinerzhagen) sei mit hohem zeitlichen Aufwand verbunden.
Seit 1994 immer direkt gewählt
Nur Vorlagen durchzuwinken oder nur präsent zu sein, war nie Kreikebaums Sache. Als Mitglied im Jugend- und Sozialausschuss war er – auch in der SPD – die Stimme der kleinen Leute. Geradlinig, unkonventionell, jemand, der seine Meinung sagt, der auch mal gegen den Strom schwimmt. Das erfordere viel Aufwand, Zeit für Recherche, für Gespräche. Die habe er nicht mehr in dem Maße.
Kreikebaums Geradlinigkeit und Bodenständigkeit haben die Wähler stets honoriert. Den Wahlkreis 10 (Langenscheid) hat er bei allen Kommunalwahlen seit dem Jahr 1994 direkt gewonnen.
Über die Reserveliste der SPD-Fraktion wird Astrid Becker als Ratsmitglied nachrücken, teilte Nicole Schmies vom Fachbereich Zentrale Dienste im Rathaus auf Anfrage dazu mit.
Kreikebaum hält es an der „Zeit, jetzt auch mal junge Leute ranzulassen“. Vor allem wünscht er sich, dass die Interessen der Arbeitnehmer und der kleinen Leute nicht aus dem Blickwinkel geraten. Die zuletzt geringen Wahlbeteiligungen hält er für ein Alarmsignal. Sein Credo: Statt Geld in Prestigeprojekte zu stecken, gelte es die soziale Lage der Menschen zu verbessern. Dafür will er weiter streiten: als Betriebsrat, als SPD-Mitglied, als Mitglied in der IG Metall und in der AWO.
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