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Verkehr

Geringe Unfallzahlen ein Verdienst guter Präventionsarbeit

12.02.2010 | 06:00 Uhr
Geringe Unfallzahlen ein Verdienst guter Präventionsarbeit

Halver. Thorsten Hecker, Leiter der Halveraner Polizeiwache, ist zufrieden: „Mit unserer Unfallstatistik bewegen wir uns im Landesvergleich auf einem sehr niedrigen Niveau.” Die gute Präventionsarbeit unter den Verkehrsteilnehmern habe sich ausgezahlt.

Kein Grund, fortan die Hände in den Schoß zu legen, aber sicher ein Zeichen für gute Präventions- und Verkehrssicherheitsarbeit vor Ort sie die niedrige Unfallstatistik für Halver.

Dennoch darf man dabei die Einzelschicksale nicht unterschlagen. So beispielsweise im Fall des im Jahr 2009 auf der Kreisstraße 3 tödlich verunglückten Motorradfahrers – zwar der einzige Todesfall auf heimischen Straßen in den vergangenen zwölf Monaten, aber sicherlich „immer noch einer zu viel”. Das sah 2008 besser aus, damals hatte es keinen tödlich Verletzten gegeben. Doch: „Gezielte Vermeidung, auch bei den weiteren Unfallkategorien, ist hier kaum möglich”, so Hecker.

Dementsprechend mussten die Beamten 2009 auch bei den Unfällen mit Schwerverletzten einen mehr als im Vorjahr registrieren, acht waren es insgesamt. Hier zeigt der Vergleich mit dem Jahr 2007 eine deutliche und bemerkenswerte Verbesserung, denn damals standen noch 20 Unfälle in dieser Kategorie zubuche.

Schließlich gab es eine geringe Zunahme im Bereich der Unfälle mit Leichtverletzten. Die Zahl steig von 35 in 2008 auf jetzt 37 an.

Schwerpunkt bei Schulwegsicherung

Polizei und Feuerwehr hatten in Halver im Jahr 2009 weniger Arbeit. Maximowitz-

Sieht man sich die Altersgruppen der Verunglückten an, so zeigt sich bei den Kindern eine erfreuliche Entwicklung. Nur vier Kinder kamen bei Unfällen zu Schaden, 2008 waren es noch zehn. Das liege sicher nicht zuletzt daran, „dass wir im Bereich Schulwegsicherung einen deutlichen Schwerpunkt unserer Arbeit sehen”, so der Halveraner Wachleiter.

Wichtig für die Zukunft sei nach wie vor der Blick auf die so genannte Risikogruppe der jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 24, die als Fahranfänger häufig ihr Können am Steuer überschätzten und in 2009 in 15 Unfälle verwickelt waren, 2008 stand hier noch die Zahl zwölf.

Und letztlich gab es auch bei den Unfällen mit Seniorenbeteiligung einen Anstieg, die Zahl erhöhte sich von sechs auf zehn.

„Vergleicht man unsere Statistik mit der vom Land NRW, so können wir sehr zufrieden sein. Bei Unfällen mit Personen bis zum Alter von 18 Jahren liegen wir deutlich unter dem Schnitt, bei den jungen Erwachsenen ziemlich genau im Mittel und nur bei den Senioren sind unsere Zahlen etwas höher”, so Thorsten Hecker.

Eine generelle Erklärung für Unfälle und Häufigkeiten wollte Hecker nicht abgeben: „Da müssen Sie einen Politiker fragen oder auch eine Glaskugel”, erläuterte er und betonte: „Manches lässt sich einfach nicht vermeiden.”

Kai Pottgießer

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