Gemeinsam am Ball bleiben
14.02.2012 | 17:10 Uhr 2012-02-14T17:10:00+0100
Halver.Omnikin?! Wer neuerdings montags abends an der Sporthalle der Lindenhofschule vorbeikommt und aus der Halle immer wieder dieses seltsame Wort hört, muss sich nicht wundern. In der Halle findet kein Sprachkurs statt. Der Skiclub Halver und TuS Oberbrügge bieten vielmehr eine neue Sportart an, und zwar Kin-Ball – und dabei spielt der Ausruf „Omnikin“ eine zentrale Rolle.
Das erste Training fand am Montagabend unter der Leitung von Roger Gillmann statt. Er selbst kennt dieses Spiel schon seit einigen Jahren und hatte es bis jetzt nur im Schulsport spielen lassen.
Viele Spieler und ein großer Ball
Das Spiel lässt sich einfach erklären: Die Spieler werden in drei Mannschaften zu je vier Personen aufgeteilt und jedes Team bekommt eine Farbe zugewiesen. Je ein Team ist zu Beginn eines jeden Spielzuges im Ballbesitz und schlägt auf.
Dabei wird der Ball von drei Spielern gehalten, der vierte ruft „Omnikin“, gefolgt von der Farbe der herausgeforderten Mannschaft und schlägt dann den Ball mit den Armen oder Händen auf. Nun darf nur das aufgeforderte Team den Ball annehmen. Berührt der Ball den Boden, bevor das Team den Ball fängt, oder lässt ein Spieler den Ball fallen, bekommen die beiden anderen Teams je einen Punkt.
Nun darf man aber nicht denken, beim Kin-Ball komme ein normaler Fußball oder Medizin-Ball zum Einsatz. Vielmehr handelt es sich um einen besonderen, mit Luft gefüllten Ball, der mit seinen 1,22 Metern im Durchmesser und weniger als einem Kilogramm Gewicht ein wenig an einen riesigen Wasserball erinnert.
Aufgrund der Größe und besonderen Flugeigenschaften des Balls trainiert das Spiel nicht nur die Koordination, sondern auch die Schnelligkeit und die Team-Fähigkeit – und das merkten auch schnell die 14 Spieler, die auch am Montagabend jegliches Alter abdeckten.
Vom Jugendlichen bis hin zum Erwachsen – alle probierten Kin-Ball aus und allen bereitete es sehr viel Spaß, wie man allein beim Zuschauen merkte. Alle Spieler hatten nach kurzer Zeit ein Lachen im Gesicht, auch wenn sie gerade den Ball fallen gelassen hatten.
Der Ski-Club bietet dieses Spiel noch bis zu den Osterferien an, das heißt, es kann also noch an sechs Montagen trainiert werden – und natürlich sind weitere Interessenten, die mal vorbeischauen und das Spiel ausprobieren möchten, jederzeit gern gesehen.
Wichtig: Das nächste Kin-Ball-Training kann erst wieder in zwei Wochen stattfinden, da am 20. Februar, also Rosenmontag, die Sporthalle geschlossen ist. Ansonsten treffen sich alle interessierten Spieler jeweils um 18 Uhr in Sportkleidung in der Halle der Lindenhofschule.
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