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Die Wahl in Halver:

Erdrutschartige Verluste für SPD

27.09.2009 | 23:28 Uhr

Die SPD ist der große Verlierer der Bundestagswahl – auch in Halver. Mit 26,5 Prozent der Wählerstimmen mussten die Sozialdemokraten einen Verlust von 10,5 Prozent hinnehmen.

Die CDU hingegen verlor nur knapp und fiel von 35,4 auf 34,3 Prozent ab. Großer Gewinner der – sowohl im Bund als auch inHalver – ist die FDP. Die Liberalen steigerten ihr Ergebnis von 12,8 Prozent im Jahr 2005 gestern auf 17,1 Prozent. So gut hat die Halveraner FDP bei einer Bundestagswahl noch nie abgeschnitten. Auch die Grünen konnten deutlich zulegen (von 6,0 auf 8,8 Prozent), ebenso wie die Linke (von 5,0 auf 7,7 Prozent).

„Die FDP ist eindeutiger Gewinner dieser Bundestagswahl”, freute sich denn auch Michael Kortmann, Vorsitzender der Halveraner Liberalen. „Die Koalitionsaussage der FDP war eindeutig”, nennt Kortmann den in seinen Augen wichtigsten Grund. Zudem freute er sich über „ein hervorragendes Erstimmenergebnis für Johannes Vogel”.

Für das Ergebnis auf kommunaler Ebene ergänzte Jürgen Theiß: „Die UWG-Wähler scheinen eher liberal zu sein.”

SPD-Fraktionsvorsitzende Regina Reininghaus sah sich ob des Ergebnisses außer Stande, eine Analyse abzugeben – ihr fehlten die Worte. Der Halveraner Parteivorsitzende Rainer Filling empfand es als „ärgerlich, solch eine Niederlage erfahren zu müssen”. Er suchte die Gründe in den vergangenen vier Jahren: „Die große Koaliton scheint uns nicht gut getan zu haben.” Was ihn besonders ärgerte war die Tatsache, dass augenscheinlich bundesweit rund zwei Millionen SPD-Wähler zuhause geblieben seien. Trotzdem wollte Filling nicht den Kpf in den Sand stecken: „Wir müssen jetzt die Ursachen erforschen.”

„Ich bin sehr zufrieden, dass wir schwarz-gelb erreicht haben”, freute sich CDU-Ortsverbandsvorsitzender Peter Starke. „Es hätte nur ein bisschen mehr schwarz sein dürfen.” Vor allem auf Halver bezogen hatte er allerdings auch negative Aspekte entdeckt: „Was mich am meisten bedrückt ist die Wahlbeteiligung mit nur 71,3 Prozent. Ich glaube, dass es in diesem Jahr einfach zu viele Wahltage waren und hoffe, dass in vier Jahren die EU-Wahl mit der Kommunalwahl zusammengelegt wird.” Das Ergebnis der CDU in Halver sei mit einem Rückgang von nur 1,1 Prozent akzeptabel. Starke: „Damit müssen wir zufrieden sein.” Seine Gratulation galt auch Matthias Heider, der im Wahlbezirk Olpe/Märkischer Kreis Süd das Direktmandat für die CDU gewonnen hat.

Karl-Friedrich Osenberg, Fraktionsvorsitzender der Halveraner Grünen, sah sich in seiner Vorhersage bestätigt: „Kommunalwahl und Bundestagswahl sind zwei Welten.” Er habe nicht erwartet, dass die Grünen das gute Ergebnis der Kommunahlwahl hätten wiederholen können. Erfreulich war aus seiner Sicht, dass die Halveraner Grünen gegenüber dem Bundesergebnis nicht die üblichen 2,5 bis 3 Prozent verloren hätten. Osenberg: „Die Grünen in Halver sind wählbar geworden.”

Dirk Maximowitz

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