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Energie sparen statt erzeugen

31.05.2011 | 16:39 Uhr
Energie sparen statt erzeugen
Vertikale Windräder sind eine Möglichkeit, wenn auch nicht die ertragreichste. Foto: Oliver Müller

Halver.Der Antrag der CDU-Fraktion zur Nutzung regenerativer Energien in Halver sorgte für eine längere Diskussion in der Sitzung des Stadtrates am Montagabend.

Die Christdemokraten hatten gefordert dass die Verwaltung überprüfen solle, ob auf städtischen Flächen regenerative Energie erzeugt werden könne, und das möglichst in Eigenregie durch die Stadt. „Auch in Halver müssen wir dazulernen“, hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Starke seinen Antrag mit Blick auf dei Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima noch einmal begründet.

SPD-Fraktionschef Michael Brosch attestierte der CDU mit Blick auf die Vergangenheit eine Wandlung „vom Saulus zum Paulus“. Dieser Vergleich veranlasste Starke zu der Äußerung, dass alle dazugelernt hätten – „die CDU vielleicht ein bisschen mehr als andere“. Was Brosch wiederum mit dem Einwand kommentierte: „Die einen lernen früher, die anderen später.“ Damit spielte Brosch auf einen Vorschlag der SPD aus dem Jahr 2009 an, städtische Dächer für heimische Investoren in Sachen regenerativer Energien zur Verfügung zu stellen.

Stromerzeugung den
Experten überlasen

Doch trotz dieser kleinen politischen Sticheleien waren sich alle darin einig, dass sich in Sachen Energieerzeugung und Energieverbrauch auch in Halver etwas tun müsse. Das zeigte auch das Abstimmungsergebnis am Ende der Diskussion: der Antrag wurde einstimmig an die Fachausschüsse verwiesen.

Für Karl-Friedrich Osenberg von den Grünen („Wir begrüßen den Antrag prinzipiell“) gab es noch einen weiteren wichtigen Punkt: „Wie kann Halver ein Energiesparkonzept beginnen?“ In die gleichen Richtung ging auch der Beitrag von Markus Turck (UWG): „Energieeffizienz ist ein ganz wichtiges Thema. Energiesparen ist wichtiger als Energiegewinnung.“

Info
Diverse Techniken

„Die großen Windräder wird es mit uns nicht geben“, räumte CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Starke ein.

Die CDU setze sich für die kleinere Alternative der Räder ein, bei der die Drehachse vertikal angeordnet ist, sich die Rotorblätter also parallel zum Boden drehen.

Karl-Friedrich Osenberg bemängelte, dass die Technik, mit der am meisten Strom erzeugt werden könne, außen vor bleiben solle.

In der aktuellen Diskussion sieht Brosch allerdings weniger die Stadtverwaltung am Zug. Brosch: „Die Stadt muss das Rad nicht neu erfinden.“ Stadtwerke und der Energieversorger Enervie hätten genügend Fachleute, die sich mit dem Thema beschäftigen könnten.

Einzig Andreas Gerrath (FDP) nannte den Antrag aus genau diesem Grund „überflüssig“. Die Energieversorgung in Halver sei durch die Versorger zu 100 Prozent sichergestellt. Ein Engagement der Stadt stelle ein unnötiges wirtschaftliches Risiko dar. Gerrath: „Wir haben wichtigere Dinge zu tun.“

Dirk Maximowitz

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Kommentare
01.06.2011
12:21
Energie sparen statt erzeugen
von arminvogel2003 | #1

Problematisch ist, dass die Politik hier nicht genug echte Aufklärungsarbeit leistet. Anstatt Phrasen zu dreschen und Schuldzuweisungen hin und her zu schieben, müsste dem Verbraucher mal was handfestes gegeben werden. Keine Energieberatung mit den typischen Tipps: Stoßlüften, 5 MInuten Duschen, usw. Es muss ein echtes Konzept entstehen, wie im Saarland (http://www.saarland.de/71965.htm). Es müssen Produkte empfohlen werden, Gesetze wie das Glühlampenverbot erlassen werden. Wasserspar Duschköpfe sollten Pflicht für jeden Haushalt sein! Innovationen wie der Bubble Rain (http://www.gruenspar.de/bubble-rain-espresso-xl-wasserspar-duschkopf.html) sollten eingeführt und verbreitet werden. Dem Deutschen muss etwas in die Hand gegeben werden, womit er was anfangen kann, ohne seinen luxuriösen Lebensstil aufzugeben.

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