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Ein Hauch von Alaska

25.01.2009 | 15:00 Uhr

Schnelle Hunde und gute Stimmung beim 5. internationalen Schlittenhunderennen in Halver.

Dort, wo sonst Pferde über Hindernisse springen, beherrscht Hundegebell die Szenerie. Auf dem Gelände des Reitvereins haben mehr als 30 Schlittenhundeführer ihr Camp aufgebaut. Gäste aus ganz Deutschland und sogar aus Polen sind gekommen. Bereits am Freitag waren sie angereist. Denn die Hunde brauchen vor ihrem Start ausreichend Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Die Musher, wie sich die Hundeführer selbst nennen, nutzten ebenfalls die Zeit, um untereinander zu fachsimpeln.

In rasanter Fahrt zogen die Hunde die Wagen über die Strecke. (Foto: Matthias Clever)

Samstagmorgen. Gut drei Stunden braucht ein Musher, um Hunde und Schlitten vorzubereiten. Jeder hat seine Tricks. „Wichtig ist vor allem, dass die Hunde ausreichend getrunken haben”, erklärte Thorsten Muth. Dann, so der Rennleiter, öffneten sich die Zellen der Huskys und Energie werde freigesetzt. Daher bekämen die Hunde rund zwei Stunden vor einem Rennen literweise Flüssigkeit. Leberwurst in Wasser aufzurühren oder Fleischbrühe zu kochen, ist dabei eine gängige Praxis. Kurz vor dem Start werden die Tiere ausgeführt.

Die Huskys ahnen, dass gleich das Rennen beginnt. Unzählige Hundebeine zappeln und zerren ungeduldig an den Pflöcken. Gleich geht's los: der Musher leint seine Huskys paarweise ins Gespann und steigt auf den Wagen. Mit einem Ruck setzt sich das Gefährt in Bewegung. An der Startlinie heißt es noch einmal ausharren. Begleiter halten die Hunde fest. Sie wollen nur noch eins: Rennen.

„Husky go” – und los geht's

Dann ertönt das Signal: „Husky go”. Die Vierbeiner sprinten los. Die eisblauen Hundeaugen blitzen auf, die rosa Zungen flattern. Der Wind pfeift ins Gesicht des Mushers, Dreck und Matsch spritzen ins Gesicht, der im Zugwind gefriert. Bis zu 40 Stundenkilometer kann ein Gespann erreichen. Dabei gibt es weder Peitsche noch Zügel. Angetrieben und dirigiert werden die Huskys lediglich durch fünf Grundkommandos: „Gee”, „haw”, „easy”, „get up” und „stop”. Die Leithunde in der ersten Reihe des Gespanns sind auf die Befehle ihres Mushers trainiert.

In ihren Käfigen warten die Huskys geduldig auf ihren Einsatz oder ruhen sich nach den Rennen aus. (Foto: Matthias Clever)

Von der Karlshöhe führt die Strecke am Segelflugplatz vorbei bis nach Anschlag und wieder zurück – 6,5 Kilometer ist die Strecke lang. Eine Kurzstrecke für die Huskys, denn sie gehören zu den Marathonläufern unter den Vierbeinern. Sie sind extrem ausdauernd, kälteunempfindlich und haben kurze Regenerationszeiten: daher sind Huskys besonders geeignet für den Schlittenhunde-Sport – sie wollen laufen und müssen nicht extra dazu gebracht werden. Ihr Aussehen, ihr weiches Fell und ihr sanftes Wesen lässt bei den Zuschauern die Herzen auch außerhalb der Rennstrecke höher schlagen.

Zum Anfassen gab`s auch einige Tiere. Doch von der fixen Idee, sich einen Husky als Haustier zuzulegen, sollte man sich schnell verabschieden. Obwohl Huskys mit den Wölfen nicht näher verwandt sind als beispielsweise ein Pudel, sind die Tiere doch sehr anspruchsvoll: Sie brauchen ihr Rudel, haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt und ein schier unerschöpfliches Laufbedürfnis. „Leinen los” vermeiden selbst die Musher, wenn immer es geht – denn dann verschwindet auch der besterzogenste Husky ganz schnell im Wald...

Matthias Clever (Text) und Frank Beilenhoff (Video)

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26.01.2009
13:55
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von Thorsten Muth | #2

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26.01.2009
13:55
Blockierter Kommentar.
von Thorsten Muth | #1

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