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Breitensportanlage...

Betreiber hoffen auf 487 000 Euro

30.11.2009 | 19:01 Uhr

Halver. Rund 487 000 Euro wird die Betreibergemeinschaft für die Breitensportanlage an der Karlshöhe aus den Mitteln des Konjunkturpaketes II beantragen.

Das geht aus dem Konzept hervor, das Arnd Knitter vom Stadtsportverband (SSV) den Fraktionsvorsitzenden in der vergangenen Woche vorgestellt hat und das auch der WR-Redaktion inzwischen vorliegt.

Die Kostenschätzung eines Bauunternehmens für die Umgestaltung des Franz-Dobrikat-Sportplatzes beläuft sich auf 750 000 Euro. Abzüglich eines zu erwartenden Nachlasses und zuzüglich einer neuen Flutlichtanlage summieren sich die Kosten auf knapp 780 000 Euro. Da der Platz von einer gemeinnützigen GmbH gebaut und betrieben werden soll, bliebe nach Abzug der Umsatzsteuer ein Kostenaufwand von gut 650 000 Euro übrig. 100 000 Euro möchten die Betreiber aus „Spenden und anderen Maßnahmen” finanzieren, weitere 100 000 durch ein Darlehen. Die restlichen gut 450 000 Euro sollen aus dem Konjunkturpaket kommen. Da die gGmbH hierauf voraussichtlich 7 Prozent Umsatzsteuer zahlen muss, wird sich der Antrag auf rund 487 000 Euro belaufen.

„Ich halte das für ein tragfähiges Konzept, das es weiter zu entwickeln gilt”, kommentierte FDP-Fraktionsvorsitzender Michael Kortmann das Zahlenwerk. „Wir müssen nun im Dezember einen entsprechenden Ratsbeschluss herbeiführen, damit die Vereine Planungssicherheit haben.” UWG-Frakionsvorsitzender Werner Lemmert sieht hinter dem Konzept vor allem „eine sehr konstruktive Zusammenarbeit” zwischen den Vereinen und der Verwaltung. Auch für ihn ist der nächste Schritt die politische Absegnung des Konzepts. Lemmert: „Dann kann die gGmbH gegründet werden.”

Der neue SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Brosch sieht nun die Verwaltung in der Pflicht: „Ich erwarte, dass das in der nächsten Sitzung des Fachausschusses zur Sprache kommt.” Grund: die Mittel aus dem Konjunkturpaket II seien an Fristen gebunden. Die Zahlen, die der SSV gemeinsam mit den vier beteiligten Vereinen und der Verwaltung erarbeitet hat, „halte ich für realistisch”, so Brosch. „Das ist eine enorme Leistung, die der Stadtsportverband und die Vereine erbracht haben. Schließlich sind das alles Ehrenamtler.” Weniger optimistisch zeigte sich Karl-Friedrich Osenberber, Fraktionsvorsitzender der Grünen, auf Anfrage der WR. In der Fraktion sollte das Zahlenwerk gestern Abend diskutiert werden. „Wir werden aber sicherlich Fragen formulieren”, kündigte Osenberg an. So stehe seine Fraktion weiterhin dazu, dass „für die wenigen Leichtathleten in Halver eine Kooperation mit anderen Gemeinden” gesucht werden sollte.

Brosch: „Ich halte die

Zahlen für realistisch”

Die Grünen würden mit dem Geld lieber die Sportanlage an der Hauptschule fördern. Sowohl Bürgermeister Bernd Eicker als auch CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Starke wollten das Konzept gestern nicht kommentieren. Starke sagte, das Konzept werde erst am Dienstag in der Fraktionssitzung diskutiert. Erst danach möchte er eine Stellungnahme abgeben.

Kritischen Stimmen, gerade was die Kapitalbeschaffung durch die Vereine angeht, trat Arnd Knitter gestern entgegen. „Es liegen bereits Spendenzusagen in beträchtlicher Höhe vor. Aber es ist nur natürlich, dass diese Spender nicht namentlich genannt werden wollen.” Auch für ihn wäre, ebenso wie für Brosch, Lemmert und Kortmann, die endgültige Zustimmung durch die Politik das Startsignal zur Akquirierung der zugesagten Gelder.

Dirk Maximowitz

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