Bemalte Backsteine sollen krebskranken Kindern helfen
20.08.2007 | 08:16 Uhr 2007-08-20T08:16:01+0200Halver. (lö) Einem jungen Kälbchen tief in die braunen Augen schauen, ausgelassen in der verwinkelten Strohburg toben oder auf dem Pferderücken eine Runde drehen - unzählige spannende Naturerlebnisse erwarteten die Besucher beim Hoffest auf der Enneper-Fa
"Ich bin überwältigt", staunte Hofherrin Janine Enneper angesichts der vielen Gäste, die sich auf ihrer Farm in Nieder Hedfeld tummelten. Unter dem Motto "Wo das Herz aufgeht" hatte sie eingeladen, Natur hautnah zu erleben und zu entdecken. Geduldig trugen die vier Hofpferde Räuber, Jumper, Jola und Snoopy viele kleine Besucher auf ihrem Rücken über die Weide.
"Jetzt müssen wir erst mal eine kleine Pause machen", meint Janine Enneper nach zwei Stunden Dauereinsatz. Doch für die Gäste gab es ja noch andere Attraktionen: Dichter Andrang herrschte im und rund um den kleinen Wohnwagen in der Nähe des Kaninchenstalls: Normalerweise können dort Wochenendgäste auf der Farm übernachten - am Sonntag hatte sich der Wagen in ein echtes Body-Painting-Studio verwandelt: Je nach Farbvorliebe ließen sich die Kinder Gesicht, Arme oder Beine verschönern.
Nebenan gab's Malerei für einen guten Zweck: Künstlerin Claudia Bäcker-Kirmse hatte nicht nur ihre Gemälde und Betonskulpturen mitgebracht, sondern lud auch dazu ein, die Aktion "Backstein bemalen" zu unterstützen. "Die bemalten Backsteine werden im Dezember zu Gunsten krebskranker Kinder versteigert", erklärt sie.
Eine recht neue Form der Malerei - Quadratologo - präsentierte Regina Lehmann aus Lüdenscheid. Mit dicker Farbe und Glitzerstaub verzierten Kinder dabei Leinwände, die mit einer Art Fischernetz bespannt waren, das kleine Quadrate bildete. "Man kann sich an den Netzen orientieren und Kästchen für Kästchen voran arbeiten", so Regina Lehmann, "diese Technik hat auch therapeutische Wirkung, denn sie fördert Entspannung und Konzentration."
Frischer, natürliche Düfte lockten die Besucher an den Kräuter- und Staudenstand des Hofes Schneehohl. "Man muss immer an den Pflanzen riechen", riet Renate Schrage, die zusammen mit Gabi Wirths und Uta Gronau normalerweise im Schneehohl 3 Pflanzen und Dekoartikel anbietet. Ob Holzarbeiten, Schmuck oder Hofprodukte wie Marmelade oder Handarbeiten - in jeder Ecke der gemütlichen Enneper-Farm konnten die Besucher neue Besonderheiten entdecken.
Die Mischung aus Natur und Kunst kam an. Beliebt war auch die kleine Ziegenherde, die extra für das Hoffest nach Nieder Hedfeld gekommen war. Die Besucher konnte die Tiere streicheln und Ziegenkäse verkosten. Zusätzlich zu den Erlebnissen für alle Sinne hatte Janine Enneper dafür gesorgt, dass sich die Gäste über verschiedene Therapieformen informieren konnten.
Maria Schweigstill aus Bremen stellte in ihrem Vortrag die herzgeleitete Körperpsychotherapie "Bindungsenergetik" vor, in der sich auch Janine Enneper derzeit ausbilden lässt. Weitere Informationen gab es außerdem zu den Therapieformen "Reiki" und "Couching".
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