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Pro Kierspe plädiert für...

Bahnverbindung wäre ein Gewinn

04.07.2008 | 17:56 Uhr

„Die Bahn kommt hoffentlich auch bis Kierspe” - so die Wählergemeinschaft Pro Kierspe, die sich in ihrer jüngsten Mitgliederversammlung mit der Bahstrecke zwischen Marienheide und Lüdenscheid befasst hat.

Im April 2003 wurde mit der Aufnahme des Zugverkehrs zwischen Gummersbach und Marienheide die erste Stufe der Reaktivierung der so genannten „Volme-Agger-Bahn” umgesetzt. In einer zweiten Stufe soll die Fortführung des Schienenpersonennahverkehrs von Marienheide bis Meinerzhagen erfolgen und in einer dritten dann die Verbindung zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid-Brügge, also an die Volmetalbahn, hergestellt werden. Die Pläne für diese beiden Teilstücke liegen aber derzeit bei der Landesregierung auf Eis. Grundsätzlich ist Pro Kierspe der Meinung, dass dieses in der Vergangenheit in der Kiersper Parteienlandschaft stark umstrittene Projekt der Reaktivierung der Bahnstrecke Gummersbach - Brügge eine grosse Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Grenzgebiet zwischen dem Oberbergischen und dem Märkischen Kreis wäre. Die Realisierung der Verbindung Meinerzhagen - Brügge würde die Stadt Kierspe nach Informationen der Wählergemeinschaft jedoch weit über 100 000 Euro kosten, weil die Bahnübergänge auf dem Kiersper Stadtgebiet (über 20) hergerichtet werden müssten. „Bei der mehr als prekären Finanzsituation unserer Stadt ist das zurzeit nicht zu schultern”, so die Wählergemeinschaft. Anders sähe es allerdings aus, wenn 2013 der Zugverkehr nicht nur bis Meinerzhagen, sondern bis Kierspe aufgenommen würde. „Hierfür müssten in Kierspe maximal drei Bahnübergänge hergerichtet werden, die allesamt nur Fussgängerüberwege und wenig benutzt sind: an der Auffahrt zur Windfuhr, in der Mitte der Windfuhr und Neue Brücke”, so WG-Sprecher Schröder.   Nach einer Ortsbesichtigung mit dem Arbeitskreis Pro Kierspe und Alt-Bürgermeister Heinz-Willi Potthoff kam man zu der Überzeugung, dass dies ohne grossen finanziellen Aufwand zu machen sei. Dann gebe es auch endlich weider einen Bahnhaltepunkt in Kierspe. Dies würde gleichzeitig auch eine Aufwertung der gesamten unteren Kölner Straße bedeuten, was aus der Bevölkerung auch immer wieder gewünscht wird. „Bei den jetzigen Spritpreisen wäre diese Anbindung für den Berufsverkehr sinnvoll, weil viele Kiersperinnen und Kiersper in Marienheide oder Gummersbach arbeiten”, so Pro Kierspe. Auch für Studenten und Senioren hätte dies Vorteile, denn das Krankenhaus in Gummersbach z.B. wäre dann mit dem ÖPNV erreichbar, was es heute nicht ist. Und zur Uni oder zum Karneval oder einfach nur zum Einkaufen könnte man ebenfalls bequem und kostengünstig mit der Bahn nach Köln fahren.

Arne Machel

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Kommentare
05.07.2008
17:29
Bahnverbindung wäre ein Gewinn
von FE-Anlieger | #1

Auffallen um jeden Preis?

Sicher wäre die Bahnverbindung für Kierspe ein Gewinn. Und ich persönlich verstehe auch nicht, warum die mit Millionenaufwand hergerichtete Strecke bis Meinerzhagen erst 2013 reaktiviert werden soll.

Aber nicht zuletzt damit hat unser aller schwarz-gelbe Landesregierung doch wohl ausgiebig deutlich gemacht, dass sie den Lückenschluss zwischen Meinerzhagen und Brügge auf alle Fälle verhindern will.

Na ja. Klappern gehört zum Handwerk. Deshalb müssen sich die selbsternannten Hüter der Kiersper Wohnqualität wohl auch mit diesem Thema ins Gespräch bringen.

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