Ausbau der Heerstraße in Sicht
22.02.2012 | 16:15 Uhr 2012-02-22T16:15:00+0100
Oberbrügge.Zahlreiche pinkfarbene Holzpflöcke machen klar: In diesem Jahr könnte es wirklich etwas werden mit dem Ausbau der Heerstraße. Auch der Beginn der Rodungsarbeiten, der den Anwohnern für den kommenden Mittwoch, 29. Februar, schriftlich angekündigt wurde, ist ein deutliches Indiz dafür.
Schon seit Jahren warten die Ehringhausener auf den Ausbau der Hauptverkehrsader. Doch immer wieder kam etwas dazwischen: Erst die Sanierung der B 229 im Eichholz, im vergangenen Jahr der Bau des Kreisverkehrs.
Und weil B 229 und Heerstraße bei diesen Baumaßnahmen gegenseitig als Umleitungsstrecke dienen, mussten die Oberbrügger zweimal zurückstecken.
Am nächsten Mittwoch soll es nun aber endgültig losgehen. Dann beginnen die Rodungsarbeiten für die teilweise geänderte Trassenführung. „Es geht um die Bereiche, in denen größere Bäume gefällt werden müssen“, erläuterte Olaf Bühren, Projektverantwortlicher bei Straßen.NRW, gestern auf Anfrage der Westfälischen Rundschau. Laut Gesetz müssten Arbeiten an der Vegetation bis Ende Februar abgeschlossen sein. Bühren: „Weil es sich um eine Planfeststellung handelt, dürften wir die Arbeiten jederzeit durchführen.“ Trotzdem sollen sie nun so schnell wie möglich abgeschlossen werden, um die Natur nicht unnötig zu belasten. Je nach Witterung rechnet Bühren mit einer Arbeitszeit von „14 Tagen bis drei Wochen“. Weil die Maßnahme „unter Aufrechterhaltung des Verkehrs, eventuell phasenweise mit einer Ampel“, durchgeführt werde, dauere es „etwas länger als im Wald“, so Bühren.
Die bunten Holzpflöcke entlang der Heerstraße stehen in der Regel in zwei Reihen. Die innere Reihe markiert den zukünftigen Fahrbahnrand, die hintere Reihe die Außenkante des Gehweges. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, z.B. unterhalb des Staklenberges, zwischen den Einmündungen Am Hägelchen und Schmiedestraße. Hier markieren die Pflöcke eine geplante Bushaltestelle.
Die Ausschreibung ist laut Olaf Bühren in Vorbereitung. „Es waren noch Details zur Straßenentwässerung zu klären. Da liegen wir aber jetzt in den letzten Zügen.“ Im nächsten Monat wird Straßen.NRW noch einige Bodenerkundungen durchführen lassen – „damit wir wissen, welchen Baugrund wir antreffen“. Mit diesen Daten könne dann Ende April/Mitte Mai das Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung erstellt werden.
Der notwendige Grunderwerb sei bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls in trockenen Tüchern, so Bühren. Und für die ausstehenden Gespräche zeigte er sich durchaus positiv: „Wir sind sehr zuversichtlich.“ Deshalb hofft Olaf Bühren: „Im Spätsommer soll sich an der Heerstraße noch was bewegen.“
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