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Wohnungsgesellschaft

Andrea Craen erwartet schwere Zeiten für Mieter

12.06.2009 | 17:36 Uhr
Andrea Craen erwartet schwere Zeiten für Mieter

Die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle konnte die Leerstandsquote im vergangenen Jahr weiter reduzieren. Sie lag am 31. Dezember bei 5,09 Prozent, im Verlauf des Jahres zeitweise sogar unter fünf Prozent.

Das war auch ein Grund dafür, dass die Erlösschmälerungen aus Leerständen und Mietausfällen gegenüber dem Vorjahr von 6,0 auf 4,6 Prozent gesenkt werden konnte. Das geht aus dem Geschäftsbericht der WHS für das Jahr 2008 hervor, der jetzt vorliegt.

Darin schreibt WHS-Geschäftsführerin Andrea Craen: „Die Angebots- und Nachfragesituation bei Mietwohnungen am regionalen Markt war im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert durch einen Angebotsüberhang gekennzeichnet. Die Vermietungen von Wohnungen des oberen Preissegmentes sowie der auswärtigen Lagen gestaltet sich zunehmend problematisch. Gut nachgefragt werden dagegen der modernisierte Bestand sowie die neu errichteten Objekte der Senioren.

Für die Zukunft, so Andrea Craen, sei „aufgrund der demographischen Entwicklung mit steigenden Wohnungsleerständen sowie als Folge der derzeit schlechten konjunkturellen Lage mit einem Anstieg der Forderungsausfälle zu rechnen”. Die Gesellschaft arbeite aber „mit einem systematischen Risikomanagement, um den aktuellen Marktentwicklungen auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt zu begegnen und den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden”.

Wohnungen mit

zeitgemäßen Standards

Andrea Craen: „Eine konsequente Umsetzung der Ziele der Gesellschaft zur Ausstattung der Wohnungen mit zeitgemäßen Standards wird auch weiterhin die dauerhafte Vermietbarkeit des Bestandes gewährleisten.” Deshalb rechnet sie auch für die Zukunft mit einem positiven Geschäftsverlauf.

Für die Mieter indes sieht Andrea Craen schwerere Zeiten zukommen. Schon im Jahr 2008 sind die Aufwendungen für Betriebs- und Heizkosten gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent gestiegen. Andrea Craen: „Für 2009 ist vorwiegend aufgrund der kalten Witterung in den Wintermonaten und der gestiegenen Öl- und Gaspreise mit einem starken Anstieg der Heizkosten zu rechnen.”

Miterhöhungen habe es im Jahr 2008 nur in begrenztem Umfang gegeben. Die Vergleichsmietentabelle des Märkischen Kreises gelte seit 2004 unverändert. Neben Erhöhungen aufgrund der seit dem 1. Januar 2008 leicht angehobenen Instandhaltungs- und Verwaltungskostenpauschalen für öffentlich geförderte Wohnungen seien lediglich mietvertraglich vereinbarete Steigerungen erfolgt. Weil die Mieten für den Neubau Helle 5, 7 und 9 erstmals für ein volles Geschäftsjahr vereinnahmt wurden, sind die Umsatzerlöse trotzdem um fast drei Prozent gestiegen. Während die Steigerungsraten bei den Kaltmieten unterhalb der Inflationsrate lagen, haben die Betriebskostensteigerungen die Teuerungsrate deutlich überschritten.

Dirk Maximowitz

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