Am Gymnasium wird es eng
01.02.2012 | 15:55 Uhr 2012-02-01T15:55:00+0100
Halver.Im kommenden Schuljahr könnte es eng werden am Anne-Frank-Gymnasium. Mehr als 50 Interessenten informierten sich gestern Vormittag über die gymnasiale Oberstufe am AFG. „Wir können etwa 40 Neuzugänge verkraften“, erläuterte Oberstufenkoordinator Walter Hartel den Jugendlichen. In den vergangenen Jahren hätten immer alle Bewerber aus Halver, Schalksmühle und Breckerfeld, die den Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe erlangt hatten, auch aufgenommen werden können. „In den letzten drei Jahren sind alle zum Zuge gekommen, die auch wollten“, ergänzte Hartel. Sollte es allerdings zu viele Bewerber geben, wird eine Warteliste erstellt (siehe Infobox).
Realschülerin legtTop-Abi hin
Gestern informierten sich Zehntklässler von den Realschulen in Halver, Breckerfeld, Radevormwald und Lüdenscheid, von der Verbundschule in Schalksmühle sowie von der Realschule Wetter und der Albert-Schweitzer-Hauptschule Lüdenscheid. Sie wurden zunächst von Schulleiter Paul Meurer begrüßt. Er machte den potenziellen Neuzugängen Mut und berichtete von einer ehemaligen Realschülerin, die im vergangenen Jahr ihr Abitur am AFG mit der Note 1,1 abgelegt hatte. Meurer: „Auch das ist möglich an dieser Schule.“
Walter Hartel stellte zunächst die Schule vor, die derzeit von 828 Schülern besucht wird: 441 in der Unterstufe, 387 in der Oberstufe. Die Oberstufe besteht pro Jahrgang normalerweise aus 110 bis 120 Schülern. Neben zahlreichen Angeboten zur Berufswahlvorbereitung besteht die Möglichkeit zum Schülerstudium an der Fernuni in Hagen. Hartel berichtete über die Partnerschaften mit Portsmouth, Katrineholm und Mailand, über die Kooperationen mit den Firmen Turck in Halver und Lumberg in Schalksmühle und über die viertägigen Kursfahrten.
Anschließend erläuterte der Oberstufenkoordinator den Schülern das für sie ungewohnte Kurssystem mit seinen vielfältigen Vorgaben.
Außerdem betonte Hartel die guten Chancen, die Seiteneinsteiger am AFG hätten. Durch die langjährige Erfahrung als Aufbaugymnasium, also beginnend mit der Klasse 7, gebe es hier eine sehr gute Förderung. „Wir haben festgestellt, dass Haupt- und Realschüler eine sehr gute Arbeitshaltung haben“, ermunterte er die Jugendlichen, den Schritt ans Gymnasium zu wagen. Grundvoraussetzung sei der Qualifikationsvermerk auf dem Abschlusszeugnis sowie durchschnittlich befriedigende Leistungen sowohl in den Haupt- als auch in den Nebenfächern.
Nach der Vorstellung hatten die Zehntklässler Gelegenheit, zunächst mit zahlreichen Fachlehrern ins Gespräch zu kommen und anschließend noch mit Elftklässlern zu diskutieren, die im vergangenen Jahr aufs Gymnasium gewechselt hatten.
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