Zwei Windräder mit 180 m Höhe

Westlich der Kreisstraße 24 (K 24) sollen die Windräder aufgebaut werden. Im Abstand von mindestens 700 Metern von der Hohenlimburger Wohnbebauung
Westlich der Kreisstraße 24 (K 24) sollen die Windräder aufgebaut werden. Im Abstand von mindestens 700 Metern von der Hohenlimburger Wohnbebauung
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Am Montag tagt der Planungsausschuss der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde

Hohenlimburg..  Diese Nachricht werden zumindest die Anwohner aus der Obernahmer und vom Roten Stein nicht gerne hören. Denn die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde startet einen neuen Anlauf, um zwischen dem Höhendorf Veserde und dem Hohenlimburger Stadtgebiet eine neue Vorrangzone für die Errichtung von Windkraftanlagen auszuweisen.

Im Dezember des Jahres 2013 war den Hohenlimburger Bürgern und Politikern erst nach einer Informationsveranstaltung im Schlosshotel Holzrichter bewusst geworden, wie nah Windenergieanlagen an die Stadtgrenze zu Hohenlimburg gebaut werden sollen.

Die Berichterstattung dieser Zeitung führte auch zu Protesten aus der Hohenlimburger Bevölkerung, so dass am 13. Februar 2014 die Stadt Hagen zu einer Informationsveranstaltung ins Rathaus einlud. Fast einhundert Interessenten nahmen daran teil, die ihre Bedenken vortrugen. An diesem Abend wurde deutlich, dass die angedachten Anlagen viel zu nah an die Hohenlimburger Wohnbebauung (weniger als 700 Meter) stoßen würden.

Deshalb regte Martin Bleja (Stadt Hagen) an, dass die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde die Planungen noch einmal überarbeiten möge.

Das ist geschehen. Zwischenzeitlich war sogar angedacht worden, die Flächen für die Windenergieanlagen Richtung Brenscheid oder Großendrescheid zu verlagern.

Montag, 17 Uhr, im Schlosshotel

Doch davon hat die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde u.a. aus topografischen Gründen Abstand genommen.

Am kommenden Montag, 2. Februar, tagt ab 17 Uhr im Schlosshotel Holzrichter der Planungs- und Bauausschuss in öffentlicher Sitzung. Dann werden sich die Politiker mit den Vorrangzonen für Windenergieanlagen beschäftigen. Denn daran möchte die Gemeinde festhalten. In der Beratungsdrucksache (65 / 16) heißt es: Aufgrund des Ratsbeschlusses wurde das Plankonzept hinsichtlich der Abstände auf 700 m korrigiert.

Und unter Punkt drei wird ergänzt: Das Verfahren zur 22. Änderung des Flächennutzungsplanes wird mit den neu angepassten Abstandsflächen zu Hohenlimburg, weitergeführt. Zur Sicherung des Anspruches ist der Abschluss eines städtebaulichen Vertrages sinnvoll. In diesem Vertrag würden die Aufstellflächen benannt, auf denen zwei zusätzliche Anlagen vom Typ E 92 entstehen. Diese Anlagen besitzen eine Gesamthöhe von ca. 180 Metern. Der Abstand zu Hohenlimburg ist damit ebenso groß wie der Abstand zur Wohnbebauung von Veserde. Der Abstand zu den Wohngebäuden von Hinterveserde, Telegraph und Todtenhelle ist nur 500 Meter groß, wie Nachrodts Bürgermeisterin Tupat gestern noch einmal bestätigte. Auch Hohenlimburger Bürger haben am kommenden Montag im Schlosshotel Holzrichter die Möglichkeit, Fragen an die Nachrodt-Wiblingwerder Politiker zu stellen. „Wir haben rund 40 Plätze für Besucher“, hieß es dazu von Roland Roczniok aus dem Nachrodter Rathaus.

Stadt Hagen ist nicht vertreten

Die Stadt Hagen weiß zwar von diesem Termin, ist aber offiziell nicht eingeladen worden und wird am Montag auch nicht durch einen Mitarbeiter vertreten sein.

Die Hohenlimburgerin Dr. Marion-Elisabeth Kittelmann hat zwischenzeitlich in einem mehrseitigen Schreiben an den Petitionsausschuss des Landtages NRW noch einmal ihre Bedenken gegen die Windenergieanlagen vorgetragen und u.a. um eine Erweiterung der Mindestabstandsflächen auf 1500 Metern zur Wohnbebauung gebeten. Doch davon sind die Planungen der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde weit entfernt.