Zwei Granatköpfe im Boden gefunden

Bei den Abrissarbeiten wurden auf dem Grundstück im Bodenbereich zwei leere Granatköpfe gefunden. Die Abbruchfirma schaltete sofort das Ordnungsamt ein. Dessen Leiter Dirk Müller sagte: „Die Granatköpfe wurden sichergestellt. Da sie leer waren, ging keine Gefahr von ihnen aus.“ Das habe der Kampfmittelräumdienst bestätigt. Polizei und Feuerwehr habe man deshalb nicht eingeschaltet.

Die leeren Granatköpfe werden zu Wochenbeginn abgeholt. Bei den Recherchen unserer Zeitung im Jahr 2005 über Ereignisse zum Kriegsende in der Hansestadt erfuhr der Berichterstatter: Am 13. April 1945 starben in der Breckerfelder Altstadt sechs Menschen. Die Granaten, die die Innenstadt trafen, stammten von angreifenden Panzern aus Richtung Wengeberg und von der Flackstellung in Möcking bei Zurstraße. Sie schlugen in der Frankfurter Straße, in der Schmiedestraße und in der Neue Straße ein. Die gefundenen leeren Granatköpfe dürften daher aus jener Zeit stammen.

Am 14. April 1945 wurde eine Frau auf dem Gelände des heutigen Parkplatzes an der Ecke Ostring/Epscheider Straße durch eine weitere Granate getötet.