Zumindest am Ebert-Platz wird es Samstag in Hagen dunkel

Was wir bereits wissen
Wird am Samstagabend etwas zu bemerken sein von der „Earth Hour“ in Hagen? Die Volmestadt nimmt zum ersten Mal offiziell an der weltweiten Aktion teil.

Hagen.. Wird am Samstagabend etwas zu bemerken sein von der „Earth Hour“ in Hagen? Die Volmestadt nimmt zum ersten Mal offiziell an der weltweiten Aktion teil, mit der symbolisch ein Zeichen für Energiesparen und Klimaschutz gesetzt werden soll. Sogar einen Ratsbeschluss gibt es dazu. Und so sind neben Behörden und Institutionen auch alle Bürger aufgerufen, am Samstag von 20.30 bis 21.30 Uhr das Licht auszuschalten.

Ob dieser Aufruf auch befolgt wird? Klar scheint zumindest: Auf dem Friedrich-Ebert-Platz in der Innenstadt dürfte es vergleichsweise duster werden. Denn sowohl die Volmegalerie als auch die Rathaus-Galerie und das Geschäftshaus „Stadtfenster“ (New Yorker etc.) machen mit. Die Läden haben zu dieser Zeit allerdings auch schon alle geschlossen. „Als uns die Anfrage erreicht hat, haben wir ganz schnell zugesagt“, so Rathaus-Galerie-Manager Christoph Höptner. Und sein „Amtskollege“ aus der Volmegalerie, Markus Scheer, sagt: „Wir werden die komplette Außenbeleuchtung der Volmegalerie ausschalten. Nur eine sicherheitsrelevante Beleuchtung wird in Betrieb bleiben.“

Enervie-Zentrale unbeleuchtet

Das gilt auch für die Sparkasse, die ebenfalls für eine Stunde ihre Außenbeleuchtung ausschalten wird. „Aber natürlich nicht in den sensiblen Bereichen wie an den Geldausgabeautomaten oder in der Tiefgarage“, so Sprecher Thorsten Irmer.

Dunkel wird es auch auf der Haßleyer Insel: Der Energieversorger Enervie wird die Beleuchtung an der neuen Konzernzentrale ausschalten. Auswirkungen auf das Stromnetz fürchtet man bei Enervie aber nicht, selbst wenn sich viele Menschen beteiligen werden und nach einer Stunde gleichzeitig das Licht wieder anschalten. „Der Energieverbrauch für Licht macht nur einen kleinen Teil des Verbrauchs aus“, so Enervie-Sprecher Andreas Köster. Man erwarte keinerlei Schwierigkeiten.

Trotz Earth Hour werden unter anderem das Schloss Hohenlimburg oder auch das Stadttheater am Samstagabend hell erleuchtet sein. Bei beiden wird die Außenbeleuchtung von der Alliander GmbH (früher Stadtlicht Hagen) gesteuert. Warum das Unternehmen sich nicht an der Aktion beteiligt – darauf wusste gestern niemand eine Antwort bei Alliander.

Geteilte Leser-Meinung

Teilnehmen werden aber unter anderem die Deutsche Bank, die katholischen Kirchengemeinden Eilpe, St. Michael und Herz-Jesu, die Gebäudewirtschaft Hagen, das Amtsgericht und das Finanzamt (bis auf eine Notbeleuchtung) sowie die Kreishandwerkerschaft und die Auto-Arena Becherau.

Und auch ein Hagener Wahrzeichen bleibt dunkel: Der Förderverein Bismarckturm schaltet die Beleuchtung an dem Denkmal für eine Stunde ab.

Wie viele „Normalbürger“ an der Aktion teilnehmen werden, ist indes völlig unklar. Auf unserer Facebook-Seite ist das Stimmungsbild gespalten. So schreibt Andreas Empting: „Eine tolle Aktion, die meiner Meinung nach täglich bei Firmen umgesetzt werden sollte.“ Christian Schneider hingegen sagte: „Das macht mal ohne mich. Wenn ich von der Arbeit komme, möchte ich gerne noch etwas Warmes essen und TV gucken. Sorry, nicht mein Geschmack.“