Karneval in Boele
Zug durch Gemeinde(n) mit Linie Loßröcke
07.02.2010 | 19:15 Uhr 2010-02-07T19:15:00+0100
Boele. Die Session neigt sich dem Ende zu. Gute Kondition ist gefragt. Es ist der Zeitpunkt gekommen, wo die Nervosität beim jungen Oberloßrock Christopher I. immer mehr nachlässt und das Gewicht am Hals spürbar zunimmt.
Am Samstag zog der Boeler Jung mit seiner Herzdame Claudia I. und stattlichem Gefolge durch die Karnevalsgemeinden - per Bus „Linie Loßröcke”.
Vor dem Start trifft man sich traditionell an der Haltestelle „Tute” im Herzen Boeles. Schon ein Stündchen vor der Abfahrt wärmen sich die ersten Blaukittel im Gastraum der Stammkneipe Abrahams (Tute) auf. Mal sehen, wie viele sie heute werden. Das kann man vorher nie genau sagen. Es wird gewürfelt, gefachsimpelt über das 3:3 des FC Kölle. Für manchen Freund des Karnevals ist das Ergebnis der Geißböcke an diesem Abend genauso wichtig wie das der Phoenix-Basketballer.
Im Gegensatz zu den Sportlern haben die Loßröcke einen entscheidenden Vorteil. Sie punkten bei ihren Auftritten nur immer. An diesem Abend sowieso. Mit den Stationen „Altenhagener Schützen”, Kolpingfamilie Boele und Gemeindekarneval in Sankt Antonius Kabel stehen gleich drei Heimspiele auf dem Programm. Zu guter letzt noch ein später Besuch beim KCH 77 in den Gärtnerstuben, wo der Verein bis in die Nacht sein 33-Jähriges feiert.
Egal wo die Abordnung der „losen Röcke” anrollt, sie verleiht den Veranstaltungen besonderen Glanz. Zum einen wegen des prunk- und stilvollen Äußeren, vor allem aber, weil die Boeler Jungs und Mädels, ob jung oder alt, stets beste Laune vor sich hertragen. Und die kommt von innen.
„Ich bin jemand, der gerne feiert und Spaß hat, das habe ich schon früh gelernt”, sagt Christopher I. Das gilt auch für seine gleichaltrige Herzdame Claudia I. Beide kennen sich schon seit dem Sandkastenalter. Und in beiden Familien — Petermann und Sendler — hat das Feiern Tradition. Das spiegelt sich auch im Motto des Oberloßrockpaares wider: „Karneval am Boeler Dom in dritter Generation!!!”
Lesen Sie die gesamte Reportage in unserer Montagsausgabe der Westfälischen Rundschau.
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