Zu viel Licht im Bahnhof Hennen

Hennen..  Am kleinen Bahnhof brennt das Licht. Das ist nicht gut – denn es brennt immer.

Der eingebaute Regler, der automatisch steuert und die Notwendigkeit mit der aktuellen Lichtsituation abgleicht, tut seinen Dienst nicht kontinuierlich. So ist es am Bahnhof hell – Tag und Nacht. Die Anwohner sind schon länger genervt.

Und zwar nicht nur vom Licht, sondern auch der unpersönlichen Abwicklung und Betreuung durch die Deutsche Bahn, die für die Beleuchtung am Hennener Bahnhof zuständig ist. Petra Rosenkranz ist hartnäckig und will es jetzt wissen, seit bald neun Monaten steht sie im Schriftwechsel mit der Bahn und müht sich um weniger Energieverschwendung am Tag und um eine gepflegte Nachtruhe ab 22 Uhr. „Meine erste Mail hatte ich Anfang Mai 2014 geschickt. Die unpersönliche Automatenantwort hat mich dann so geärgert, dass ich noch mal an den Vorstand geschrieben habe.“ Dort kümmerte sich dann ein Mitarbeiter des zentralen Kundendialogs um den Sachverhalt und verwies freundlich nach Hagen.

Das Bahnhofsmanagement ist dort für die Angelegenheit zuständig und hat nicht nur Beleuchtungsanlagen zu überwachen. Aus dem Mailwechsel vom 28. November 2014 zwischen der Deutschen Bahn und Petra Rosenkranz rechtfertigt sich die Bahn: „Für die Schaltung der Beleuchtungsanlage werden genormte Dämmerungsschalter eingesetzt. An trüben Tagen kann es deshalb durchaus vorkommen, dass die Beleuchtung nicht abschaltet. Dies wäre dann kein technischer Fehler,“ heißt es in dem Schreiben.

Langsamer Schriftverkehr

Nach Meinung von Petra Rosenkranz und Bahnhofsbesitzer Heinz Wiegand kann die Begründung nicht stimmen. Abgesehen davon sei damit das Problem der nächtlichen Beleuchtung nicht gelöst. Beide sehen eine konstruktive Lösung anders: „Grundsätzlich ist es doch einfach besser, wenn sich Menschen vor Ort kümmern. Diese technischen Hilfsmittel sind nicht der Weisheit letzter Schluss. Und diese zentrale Managementabwicklung hat nun mal ihre Tücken.“

Der rührige Bahnhofsbesitzer hat angeboten, die Leuchten täglich ein- und wieder auszuschalten. Auch im Interesse seiner Mieter, die sich schon über die Helligkeit nachts beschwert hätten.

Seit den Weihnachtsgrüßen und einem weiteren Verweis der Deutschen Bahn auf die zuständigen Kollegen aus Hagen sind zwei Wochen vergangen. Gestern war der 8. Januar, die Sonne schien, von diesigen Lichtverhältnissen keine Spur – die zehn Lichter brannten trotzdem. .