„Zu keinem Zeitpunkt ans Aufhören gedacht“

Erika Eschenbach (3. von rechts) ist neue Vorsitzende der AWO Hohenlimburg.
Erika Eschenbach (3. von rechts) ist neue Vorsitzende der AWO Hohenlimburg.
Foto: WP

Hohenlimburg..  „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“, sang einst Udo Jürgens. Ein bisschen trifft das auch auf Erika Eschenbach zu, die exakt in diesem Alter erstmals den Vorsitz der Hohenlimburger Arbeiterwohlfahrt übernahm, nachdem der langjährige Vorsitzende Gerd Söhnchen im Dezember 2014 völlig unerwartet verstorben war. Im Interview erzählt Erika Eschenbach über die Aufgaben, die sie nun – ohne große Vorlaufzeit – zu bewältigen hat.


Sind Sie mit der Wahl zur 1. Vorsitzenden ins kalte Wasser geworfen worden?
Erika Eschenbach:
Ein bisschen schon. Ich war zwar lange Zeit stellvertretende Vorsitzende, aber die Hauptarbeit hat doch Gerd Söhnchen gemacht. Die Termine fürs Sommerfest, die Tanzsonntage oder die Bingo-Veranstaltungen hat Gerd festgelegt – für das Organisatorische bin ich verantwortlich. Und um die Ungarn-Fahrt kümmert sich Wolfgang Behrendt, ein Freund von Gerd Söhnchen.


Das bedeutet, dass Sie offenbar eine Menge zu tun haben...
Dreimal wöchentlich, jeweils montags, mittwochs d freitags bin ich in der AWO-Geschäftsstelle und kümmere mich unter anderem um finanzielle Angelegenheiten und die Vermietung unserer Begegnungsstätte im Lennepark. Aber jetzt fahre ich erst einmal zur Kur; wenn ich wieder zurück bin, beginnen die Vorbereitungen für das Sommerfest, anschließend folgen die Arbeiten für das Herbstfest und den Weihnachtströdel.


Apropos Kur: Ihre Erkrankung hat Sie nicht davon abgehalten, den Posten als Vorsitzende zu übernehmen?
Nein, ich habe die Krebs-Erkrankung überstanden und bin nun guter Dinge. Ans Aufhören habe ich zu keinem Zeitpunkt gedacht – das Gegenteil ist der Fall. Ich fühle mich wohl und mache weiter.


Aber allein ist diese Aufgabe doch nicht zu bewältigen, oder?
Nein, ich schaffe das dank der Unterstützung vieler Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt. Die Organisation der Veranstaltungen übernimmt zunächst ein kleinerer Kreis, der sich vor allem aus Vorstandsmitgliedern zusammensetzt. Bei den Veranstaltungen selbst können wir uns auf zahlreiche Helferinnen und Helfer verlassen. Das sind mindestens 15 Personen, die allesamt sehr zuverlässig sind.

Und bis wann wollen Sie die Hohenlimburger AWO als Vorsitzende führen?

Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Gewählt bin ich zunächst einmal bis 2017. Wie es dann weitergeht, werden wir sehen.