Zehner haben die Westfalenliga fest anvisiert

Timo Schürholz, SV Hohenlimburg 1910
Timo Schürholz, SV Hohenlimburg 1910
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Was wir bereits wissen
Der SV Hohenlimburg spielte überraschend um den Aufstieg in die Westfalenliga mit. In der nächsten Saison soll ein neuer Angriff erfolgen

Hohenlimburg..  Der SV Hohenlimburg wollte mit einer neuen, jungen Mannschaft in der Fußball-Landesliga durchstarten. Dass die Elf von Trainer Roman Reichel bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg in die Westfalenliga mitspielt, kam aber völlig überraschend.

51 Punkte hatten die Hohenlimburger am Ende auf dem Konto. Meister SpVg. Olpe hatte mit 65 Punkten einen immensen Vorsprung. Das zweite Westfalenliga-Ticket löste die SG Finnentrop/Bamenohl mit 53 Punkten.

„Wir haben die Hinserie gebraucht, um uns zu finden, uns einzuspielen. Wir sind nach dem Umbruch ja mit einer neuen Mannschaft gestartet“, erklärt Alfredo Pais, Sportlicher Leiter des SV Hohenlimburg.

Angriff auf die Spitze

In der Rückrunde kämpfte sich die Reichel-Elf heran, siegte zum Jahresauftakt am 15. März sogar 2:0 beim späteren Zweiten SG Finnentrop/Bamenohl und ließ direkt einen 3:1-Heimsieg gegen RW Erlinghausen folgen. Dröschede besiegte zeitgleich den späteren Meister SpVg. Olpe. Hohenlimburg schob sich vor in den Dunstkreis der Spitze. Erst gegen Olpe mussten die Hohenlimburger dann eine Pleite hinnehmen. Doch die „Zehner“ ließen sich nicht aus der Bahn werfen. „Unsere Defensive stand solide. Torwart und Viererkette haben gut zusammengespielt“, meinte Pais. Der SV untermauerte seine Defensiv-Stärke am Ende mit den wenigsten Gegentoren. Nur 29 Mal musste Torwart Nils Langwald in der abgelaufenen Saison hinter sich greifen – Spitzenwert in der Landesliga. Nicht mithalten konnte auf diesem Niveau die Offensive. Nur 51 Treffer haben nicht ausgereicht, um letztlich im Konzert der Spitzenteams eine führende Rolle zu spielen.

„Wir sind mit der Saison zufrieden und mit Platz vier haben wir nicht gerechnet. Die Mannschaft hat es einfach geschafft, ihr Potenzial abzurufen“, bilanziert der Sportleiter. „Das Schlüsselspiel war die Begegnung zu Hause gegen Dröschede. Ich hab vorher gesagt: Gewinnen wir, dann steigen wir auf“, meint Pais. Die Partie endete 0:0. „Danach war der Aufstiegszug abgefahren.“

In der kommenden Saison soll dann aber ein richtiger Angriff auf die Spitze stattfinden. „Wir wollen um den Aufstieg mitspielen“, stellt Alfredo Pais klar. Dazu wurde die Mannschaft punktuell verstärkt. Der Kader bleibt überwiegend zusammen. Einzig die Schwachpunkte, die Baustellen, wurden beseitigt. Vom FC Iserlohn kommen mit Denis Rödel und Vincenzo Burgio zwei Stürmer mit Westfalenliga-Erfahrung, die Schwung in die Hohenlimburger Offensiv-Abteilung bringen sollen. Burgio erzielte in dieser Saison immerhin neun Treffer.

Pais sieht zudem zu wenig Alternativen auf der Sechser-Position. Hier sorgen die flexibel einsetzbaren Arne Schulte (kommt vom SC Verl) und Patrick Schoppen (Hasper SV) für mehr Auswahl.

„Wir arbeiten zudem eng mit der Jugend zusammen. Die drei A-Jugendlichen Niko Salewski, Manuel Pais und Vinzenz Heinecke, der als Ersatztorwart in der 1. Mannschaft auf jeden Fall eine Chance bekommen soll, Spielerfahrung zu sammeln, machen die Vorbereitung mit“, betont Pais.

Roman Reichel wird auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie des Landesligisten stehen, allerdings ohne seinen Co-Trainer Rainer Beckert, der aus beruflichen Gründen aufhört.