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Zehn Prozent weniger

27.09.2007 | 19:03 Uhr

Wehringhausen. (aho) Der nächste finanzielle Einschnitt wird nicht nur schmerzhaft sein, fürchten die Geschäftsführer der Hagener Kulturzentren, sondern die Einrichtungen möglicherweise sogar langfristig in ihrer Existenz bedrohen: Die Stadt will ihre Zu

Im Juni hatte der Rat der Stadt beschlossen, ihre freiwilligen Leistungen für die Kulturzentren um jeweils zehn Prozent zu kürzen. Ein überraschender Entscheid, wie Jürgen Breuer (Pelmke) gestern sagte. "Noch im Frühjahr hatte uns Kämmerer Gerbersmann zugesagt, dass es keine Einsparungen bei uns geben werde." Das scheint lang vergessen. Mittlerweile habe es seit dem sommerlichen Ratsbeschluss zwei Gespräche mit Gerbersmann gegeben, nach denen jetzt deutlich sei, dass der Beschluss mit der "Rasenmäher-Methode" umgesetzt werden soll, wie Breuer sagt.

Momentan unterstützt die Stadt die vier Zentren mit jährlich etwa 275 000 Euro. Im Einzelnen bezieht die Pelmke 72 000 Euro, Hasper Hammer und Werkhof bekommen jeweils 76 000 Euro, auf das Konto des Allerwelthauses fließen 51 000 Euro.

Mit seinem Anteil könne der Hasper Hammer beispielsweise Betriebs- und Personalkosten knapp begleichen, sagte Dirk Klauke und zeigte die Folgen auf, die ein um zehn Prozent gekürztes Buget mit sich bringen könnten: weniger Programm, weniger Personal und damit unterm Strich eine qualitativ schlechtere freie Kulturarbeit für Hagen. "Auch die Dinge, die die Stadt von uns fordert - Integrations- und Altenprojekte - könnten wir wegen der Kürzungen nur bedingt umsetzen", so Klauke. Die Stadt schneide sich ins eigene Fleisch, wenn sie eine solch gewachsene und durch enormes ehrenamtliches Engagement getragene Kulturlandschaft zerstöre.

Dass die Kulturzentren in der Spardiskussion eine ähnliche Rückendeckung von Hagener Bürgern bekommen könnten wie zuletzt das Theater Hagen, bezweifeln die Verantwortlichen. "Unser Klientel ist ganz anders als im Theater", so Pelmkechef Jürgen Breuer.

Wann die Kürzung umgesetzt werden soll, steht noch nicht genau fest. Die Budgetverhandlungen der Zentren stehen jetzt im Herbst an. Der Kämmerer habe signalisiert, sagte Breuer, dass die Kürzungen im Jahr 2008 möglicherweise noch nicht komplett umgesetzt werden.

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