Zehn Jahre konstruktive Zusammenarbeit

Sie unterschrieben den Vertrag zur Gründung der Schloss  Hohenlimburg gGmbH
Sie unterschrieben den Vertrag zur Gründung der Schloss Hohenlimburg gGmbH
Foto: WP

Hohenlimburg..  Der 27. Januar 2005 war für die geschichtsbewussten Hohenlimburger ein bedeutender Tag. Denn an diesem Donnerstag unterzeichneten drei Hohenlimburger Vereine und das Fürstenhaus zu Bentheim, Tecklenburg und Rheda im Fürstensaal des Schlosses einen Vertrag zur gemeinnützigen Schloss Hohenlimburg GmbH.

Widbert Felka und Hartwig Stenda (beide Heimatverein Hohenlimburg), Hermann-Josef Voss (Freundeskreis Schlossspiele) und Karl Schulte und Klaus von Werneburg (Förderverein Kaltwalzmuseum) setzten ebenso wie Prinz Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg ihre Unterschrift unter den Vertrag, mit dem die damalige Schloss-Managerin Julia Dettmann zur Geschäftsführerin der neuen Gesellschaft befördert wurde.

Offizieller Start am 1. April

Diese ging offiziell am 1. April 2005 an den Start. Ziel der Vertrages und somit Ziel der Gesellschaft sollte es sein, den Betrieb des Museums zu garantieren, sowie die im Schloss präsentierten Kunst- und Kulturwerke zu erhalten. Ebenso die Schloss- und Gartenanlagen.

Sind in diesem Jahrzehnt die Ziele und Hoffnungen erreicht worden? Dazu sagte gestern auf Anfrage Julia Dettmann: „Ja, wir haben mit unserer Gesellschaft die Ziele erreicht. Als die Stadt damals den Schlossvertrag gekündigt hat, hat das Fürstenhaus nach einer Lösung gesucht und die gGmbH als Lösungsmodell vorgeschlagen und entwickelt. Zehn Jahre später hat das Theater Hagen dieses Modell übernommen“, machte die Geschäftsführerin deutlich, dass dieses Jahrzehnt erfolgreich gewesen sei.

Rückblickend zählt sie die Wiedereröffnung des Wehrganges von Schloss Hohenlimburg zu den bedeutenden Ereignissen. „Dieser war mehr als 30 Jahre geschlossen. Nun können die Besucher diesen wieder nutzen.“

Ein weiteres herausragendes Ereignis sei die Wiedereröffnung des Schlossgartens gewesen.

Eine Million Euro Fördergelder

All das war nur möglich, weil die drei Vereine von der Landesstiftung NRW fast eine Million Euro als Fördergelder erhalten und diese zur Sanierung des Kaltwalzmuseums, des Schlossgartens und des Wehrganges an die gGmbH weitergeleitet hatten.

Die jährlichen Feste und Veranstaltungen, so der Weihnachtsmarkt oder die gegenwärtig laufenden Lichtspiele, werden von Julia Dettmann und ihrem Mitarbeiter Marco Nowak seither geplant und koordiniert. „Die Gewinne bleiben im Haus und kommen dem Schloss zugute.“

Dieses Geld fließt auch in die anstehenden Sanierungsmaßnahmen (diese Zeitung berichtete). „Wenn die Heizung modernisiert ist, können wir das Schloss ganzjährig vermieten. Gegenwärtig schließen wir in den Wintermonaten, weil die Energiekosten zu hoch sind. Das wird sich in Zukunft ändern.“

Keinen Einfluss hatte die gGmbH auf die Weitervermietung des Schlossrestaurants. „Diese liegt im Kompetenzbereich des Fürstenhauses“, so Julia Dettmann.

Widbert Felka (Heimatverein) sagte gestern zum 10-jährigen Jubiläum. „Die gGmbH hat den Namen Hohenlimburgs und des Schlosses ins Land hinausgetragen. Dafür sei ihr an dieser Stelle von ihrem Gesellschafter, dem Heimatverein, bestens gedankt.“

Lob für Julia Dettmann

Und Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss, langjähriger Vorsitzender des Freundeskreises, betonte: „Die Zusammenarbeit war in all den Jahren gut. Julia Dettmann ist eine tüchtige Frau, die viele Aufgaben übernommen und diese immer gut gelöst hat. Das Fürstenhaus ist einer der größten Sponsoren der Schlossspiele, denn es überlässt uns die Spielstätten Jahr für Jahr kostenlos. Ohne diese Unterstützung wäre dieses bedeutende Kulturereignis in der bewährten Form nicht möglich.“