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Jugend forscht

Wurst-Test und Hai-Boot: Südwestfalen bei Jugend forscht

01.03.2016 | 20:00 Uhr
Wurst-Test und Hai-Boot: Südwestfalen bei Jugend forscht
David Stepanovs (links) und Maximilian Petrat haben alternative ressourcenschonenende Fortbewegungsmittel erforscht.Foto: MATTHIAS GRABEN

Dortmund.   Jugendliche präsentieren beim Regionalwettbewerb in Dortmund ihre kreativen Fragen und innovativen Ideen. Die Sieger kommen aus Hagen und Arnsberg.

  • Mit viel Energie zum Energiesparen
    Schüler präsentieren kreative Ideen
    Sieger kommen aus Hagen und Arnsberg

Die gute Nachricht vorweg: Curry-Wurst enthält Vitamin C. Die billige mehr als die teure. Die billige ist auch weniger fettig. Sie ist gut aufzuwärmen. Und besser schmecken tut sie auch noch. Das sagen zumindest Pierluigi Mossuto (13 Jahre), Karim Zahouani (13) und Finn Schulte (12).

Currywurst-Tester von der Realschule Hohenlimburg

Die drei Jungs von der Realschule Hohenlimburg haben Currywurst-Fertigprodukte aus dem Supermarkt getestet – mutig im Selbstversuch. Das Ergebnis ihres Experiments haben sie nun beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Dortmund vorgestellt.

Charlotte Hennecke und Paulina Risse aus Arnsberg haben "Antizipation durch Training" erforscht anhand von Tennis-Spielen. Foto: MATTHIAS GRABEN

Forschung aus dem Leben und für das Leben der Schüler. So wie die Frage, ob Videospiele tatsächlich die Konzentrationsfähigkeit schmälern, wie von Eltern doch immer so gern behauptet. Das Gegenteil ist der Fall, haben Mirjam Lange und Sophie Müller vom Arnsberger Franz-Stock-Gymnasium herausgefunden. Zehn Minuten haben die beiden 14-Jährigen ihre Mitschüler spielen lassen, ihre Konzentrationsleistung vorher und nachher gemessen.

Das Ergebnis: Der Wert hat sich verbessert, um mehr als zwölf Prozent, wobei die Schülerinnen die Lernfähigkeit der Probanden im Test sogar noch herausgerechnet haben. Wie sich eine längere Spieldauer auswirkt – das wollen die beiden demnächst untersuchen.

Lautschrift von Schülern aus Menden

Es sind diese kreativen Fragen ebenso wie die innovativen Ideen der Jugendlichen, die auch nach 28 Wettbewerbsjahren faszinieren. Ideen, die die Welt ein Stück besser machen könnten. So, wie die Lautschrift von Dominik und Sebastian Peters sowie Erik Sturzenhecker, Schüler der städtischen Realschule und des Walburgis-Gymnasiums Menden. Eine Schrift, die denjenigen Schreiben und Lesen ermöglicht, die keine Schule besuchen können. Kindern in Entwicklungsländern.

Alina Riekes, Rafaela Becker und Nina Benkendorf (von links untersuchten mutagene Wirkungen von Goldnanopartikeln auf Escherichia coli. Foto: MATTHIAS GRABEN

Daneben viele Ideen, die die Umwelt schützen und schonen. Die effiziente Fortbewegung haben sich Maximilian Petrat und Davids Stepanovs vom Christian-Rohlfs-Gymnasium in Hagen zum Forschungsthema gewählt. Den Hai haben sie sich zum Vorbild genommen, sein Tauchverhalten auf ein elektronisch gesteuertes Balsaholz-Modell zur energiesparenden Fortbewegung übertragen. Eineinhalb Jahre haben die beiden daran gearbeitet. Die praktische Anwendung ihrer Idee: ein ressourcenschonender effizienter Warentransport auf dem Seeweg. Oder besser: unter dem Seeweg.

Eine Idee, für die die beiden beim Regionalwettbewerb mit einem von insgesamt vier ersten Preisen ausgezeichnet worden sind.

Nina Grunsky

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Wurst-Test und Hai-Boot: Südwestfalen bei Jugend forscht
Wurst-Test und Hai-Boot: Südwestfalen bei Jugend forscht
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2016-03-01 20:00
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