Woran mangelt’s?

Oberbürgermeister Erik O. Schulz hatte in der heißen Wahlkampfphase immer wieder betont, die Mitarbeiter der Verwaltung mitzunehmen, ihnen neue Begeisterung „fürs Amt“ und somit für ihre Arbeit einzuhauchen und sie im Sinne der Politik und der Bürger mit neuer Motivation zu beseelen.


Das scheint, legt man die jüngste Sitzung der Bezirksvertretung als Maßstab zugrunde, bislang nur bedingt geglückt. Denn eine Antwort auf einen Arbeitsauftrag der Bezirksvertretung aus der September-Sitzung (!) konnte ein Mitarbeiter des Fachbereich Stadtentwicklung nicht geben, weil ihn eine Mail aus dem Fachbereich 60 (Bauverwaltung) erst am Mittwoch der vergangenen Woche (18. März) erreicht hatte.


Sechs Monate, um einen Arbeitsauftrag der Bezirksvertretung weiterzuleiten, ist wahrlich keine Höchstleistung. Da könnte es, wenn nicht an Motivation, zumindest an planerischer Übersicht fehlen.


Falsch wäre es jedoch, jenen Mitarbeiter für diese Antwort zu prügeln, der einräumen muss, dass er aufgrund von Arbeitsüberlastung gegenwärtig nicht in der Lage sei, das Projekt „Grillplatz im Lennepark“ bearbeiten zu können.