Wohnen bewegt

Wir haben es am Anfang unserer Serie „So wohnt Hagen“ geschrieben: Dieses Thema geht wirklich alle an. Denn Wohnen kann, muss oder darf tatsächlich jeder. Und so gibt es tatsächlich auch viele Reaktionen von unseren Leserinnen und Lesern. Schreiben und E-Mail erreichen uns, die gar nicht als Leserbriefe gedacht sind, sondern uns weitere Hinweise oder Einschätzungen geben sollen. Und im Internet und in sozialen Netzwerken wird fleißig diskutiert – insbesondere über die mangelnde Wohnungsplanung der Stadt, über die wir vergangenen Dienstag berichtet hatten.


Alle Briefe oder Diskussionsbeiträge haben ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Aber eines haben sie gemeinsam: Es wird deutlich, dass das Thema Wohnen für die Bürger viel mehr ist als nur die Frage, wie die eigenen vier Wände aussehen. Wohnen und Leben scheint für die Hagener das Gleiche zu sein. Was nutzt die schönste Wohnung, wenn sich so viel Verkehr durch die Stadt zieht, wenn es Abgase und Lärm gibt? Das schreibt uns zum Beispiel ein Leser. Für andere ist die Vermüllung weiter Teile Hagens ein größeres Ärgernis als eine Mietsteigerung.


Wir werden animiert, uns noch viel kritischer mit der Wohn- und Lebenssituation in Hagen auseinanderzusetzen, die „schlechten Ecken“ noch deutlicher zu benennen. Und wir werden genauso ermuntert, Hagen als einen tollen Ort zum Wohnen zu würdigen, dessen Ruf weit schlechter sei als der tatsächliche Zustand.


Vielen Dank für all diese Anregungen. Ich verspreche, wir werden weiter bei all diesen Themen am Ball bleiben – während unserer Serie, aber auch an anderen Stellen in unserer Zeitung. Wohnen bewegt die Menschen – das ist gut so. Und es wäre gut, wenn diese Botschaft sich noch weiter verbreiten würde.