Wo geht es mit dem Hohenlimburger Keltic-Festival weiter?

Keltic-Festival-Macher Rick Field bedankt sich zum Abschluss beim Kelting-Clan und bei den Bands.
Keltic-Festival-Macher Rick Field bedankt sich zum Abschluss beim Kelting-Clan und bei den Bands.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das 4. Keltic-Festival am Schlosspark Hohenlimburg ist Geschichte. „Wir machen weiter", sagt Veranstalter Rick Field. Nur wo das 5. Festival 2016 stattfinden wird, das ist noch ungewiss.

Hohenlimburg.. Als um 0.25 Uhr am frühen Sonntagmorgen der Keltic-Clan und die Bands auf und die trotz der empfindlichen Kälte noch immer mehreren hundert Fans vor der Bühne Festival-Vater Rick Field mit stehenden Ovationen feierten, fiel ein Satz, den sich fast alle Besucher dieses Großereignisses erhofft und viele ersehnt hatten: „Wir machen weiter.“ Nach dem Jubel sorgte The Lone Piper auf dem Wehrturm mit „Ein schöner Tag“ für den gelungenen Abschluss und einmal mehr für Gänsehautatmosphäre.

Rätselraten um Festival-Schauplatz 2016

Was ein emotional völlig aufgelöster Rick Field unter Tränen nicht sagte, ist, wo im kommenden Jahr das 5. Festival stattfinden soll: im Schloss, in der Hagener Stadthalle, im Steinbruch der Hohenlimburger Kalkwerke oder auf der Lennewiese mit dem angrenzenden Lennepark? Spekulationen und Gerüchte hatte es in den zurückliegenden Tagen genug gegeben, die Field immer mit der Botschaft abblockte, sich zunächst um die aktuelle Veranstaltung kümmern zu wollen.

Und das war eine Herkulesaufgabe, die der rund 150 Mitglieder zählende Clan mit dem Frontmann Rick Field und dem Caterer Matthias Hummer mit Bravour lösten. Der einzige Wermutstropfen war die in diesem Jahr nur durchschnittliche Besucherzahl, die sich insgesamt auf ca. 2300 belief; davon 1000 am Freitagabend.

Das schaurige Wetter und sowie das DFB-Pokalfinale bescherten Lücken. Dennoch war es wieder eine einmal mehr großartige Veranstaltung in der mit irischen Farben illuminierten Höhenburg. Das versicherten die festivalerprobten Bands unisono.

Startschuss am Freitag mit „The Assassenachs“

Der Startschuss fiel am Freitagnachmittag mit „The Assassenachs“, gefolgt von Celtic Feed. Ganz bewusst wird am ersten Festivaltag auf harte Gitarrenriffs verzichtet. „Wir wollen den Freitag, soweit es möglich ist, im Stil der traditionellen irischen, keltischen oder schottischen Musik gestalten. Dazu gehören auch traditionelle Instrumente“, sagt Rick Field.

"Kesh" aus Irland heizen den Fans ein

Mit „LEAF“ und vor allem mit „Connemara Stone Company“ kamen dann zwei echte musikalische Leckerbissen auf die Bühne, die das zahlreiche Publikum in beste Festivalstimmung versetzten. Kaum ein Besucher konnte sich den Rhythmen und Melodien entziehen. „Kesh“ aus Irland heizten den Fans mit zeitgenössischer Musik und klassischen Folkballaden weiter ein, ehe die Hauptband „Rapalje“ den Abend beschloss. Showgewaltig und überaus publikumsnah gestalteten die Niederländer ihr Programm.

"Sauerland Pipes and Drums" eröffnen den Festival-Samstag

Traditionell wurde der Samstag von den „1. Sauerland Pipes and Drums“ eröffnet. Als diese mit den bekannten Ohrwürmern in den barocken Schlossgarten einzogen, hatte der Wettergott ein einsehen, so dass der Dauerregen aufhörte und die Sonne hervorkam.

Kommentar „The Kilkenny Knights“ aus Coburg sorgten dann für einen ersten Höhepunkt mit ihrem Mix aus traditionellen Klassikern und eigenen Stücken. Das war genial, das war umwerfend. Insbesondere Flötistin Bine. Es folgten „The O’ Reillys and the Paddyhats“. Mit „Paddy an the Rats“ war danach erstmalig eine Band aus Ungarn zu Gast. Die Veranstalter hatten mit der Bezeichnung „Sensationsband“ wahrlich nicht zu viel versprochen. Sie kombinierten keltische Motive mit Punk-Rock-Elementen und brachten damit die Fans zum Kochen.

"Stramash" der krönende Abschluss

Dann kam zum Abschluss des Tages und somit zum Abschluss des Festivals die Topband: „Stramash“. Die Publikumslieblinge des Vorjahres (Field: „Eine Hammerband“) mit dem charismatischen Leadsänger Andrew nahmen mit alten schottischen und modernen Folkrock-Songs das Publikum sofort mit und sorgten für einen krönenden Abschluss, der anschließend mit der Dankesrede von Rick Field an Emotionalität kaum mehr zu überbieten war.