„Wir spielen guten, echten Punkrock“

Die Hagener Punkrockband  „Tres Marias".
Die Hagener Punkrockband „Tres Marias".
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Die Jungs – pardon – Männer – sind locker drauf, erzählen über ihre Musik, blicken auf die vergangenen Jahre zurück. „Wir sind Punkrocker“, sagen sie ohne Umschweife. „Und das waren wir schon immer.“

Hagen.. Die Jungs – pardon – Männer – sind locker drauf, erzählen über ihre Musik, blicken auf die vergangenen Jahre zurück. „Wir sind Punkrocker“, sagen sie ohne Umschweife. „Und das waren wir schon immer.“

Womit die Musiker mit „schon immer“ nicht nur auf die letzten zehn Jahre anspielen. Seit zehn Jahren besteht die Formation „Tres Marias“. „Ach was, wir machen schon seit der Schulzeit Musik“, sagt Volker Hill. Der 43-Jährige – er ist der Schlagzeuger der Band – und Sänger Can Oezec ((43) sind die Gründer der „Tres Marias“. Und alte Schulkumpel. „Wir waren beide auf dem Christian-Rohlfs-Gymnasium, haben dort schon zusammen gespielt.“ Dieter Czichowski (44), der früher das Theodor-Heuss-Gymnasium besuchte, trat kurze Zeit später als Gitarrist der Band bei. „Wir sind eine Ur-Hagener Band“, sagt das Trio, „nur unser vierter Mann kommt von außerhalb.“

Reger Austausch zwischen Musikern

Wobei „außerhalb“ Hagens Nachbarstadt Schwelm meint. Steve Lausberg lacht. „Ja, ich bin der ­Bassist aus der Fremde . . . “ Steve Lausberg – mit 39 der Benjamin der Gruppe – trat vor sechs Jahren der Band bei, „Musiker kennen sich eben untereinander, erst recht, wenn man die gleiche Musikrichtung spielt. Da gibt es oft einen regen Austausch.“

Einmal pro Woche – immer ­donnerstags – treffen sich die Männer in ihrem Probenraum in der Sedan­straße. „Mehr geht nicht; wir sind ja alle berufstätig“, bedauern sie.

Can Oezec ist gelernter Radio- und Fernsehtechniker, Dieter Czichowski Industriekaufmann, Volker Hill Servicetechniker und Steve Lausberg Industriekaufmann, der allerdings in Kürze eine Ausbildung zum Altenpfleger beginnt.

Wie ihre Songs entstehen? „Meistens macht Can den Text, manchmal mit Volker zusammen. Oder einer von uns hat schon bestimmte Akkorde im Kopf und wir bringen dann den passenden Text drauf“, erzählt Steve Lausberg.

Ein schrecklicher Wein

Was sie verbindet? „Der Spaß am Musikmachen, der Spaß an Punkrock“, sagen die Männer. „Und wir kommen auch mit den anderen knapp 15 Bands, die in der Sedan­straße proben, gut aus.“

Die Frage nach dem Bandnamen muss sein. Das Quartett schmunzelt. „Mein Vater ist Türke, meine Mutter Portugiesin“, erzählt Can Oezec. „Aber Familienfeste wurden früher bei uns immer eher auf portugiesische Art gefeiert. Dabei gab’s immer Wein. Und der hieß ,Tres Marias’.“ Der Bandleader lacht: „Das war der schrecklichste Wein, den ich je getrunken hab’.“

Konzerte haben die „Tres Marias“ schon etliche gegeben: in Mannheim, in Schwelm, im Kultopia in Hagen. „Und im Herbst präsentieren wir unser neues Album im Kulturzentrum Pelmke. Wir müssen nur noch ein Datum festzurren.“