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Kommunalpolitik

„Wir möchten keine Sparopfer werden“

10.06.2010 | 18:17 Uhr
„Wir möchten keine Sparopfer werden“
Kistenweise Kritik an Sparpolitik der Stadt Hagen. DGB - Boss Jochen Marquardt wirft die Kisten von Balkon des Rathauses.

Hagen.Demonstrierten am Mittwoch Schülerinnen und Schüler bereits eindrucksvoll für eine bessere Bildung und Ausbildung, so folgten gestern Vertreter von Kindergärten, der Stadtverwaltung, der Kultureinrichtungen und der Schülervertretung abermals dem Aufruf der Gewerkschaften und bauten vor dem Rathaus eine „Mauer des Protestes“ gegen die städtischen Sparpläne auf. Doch den Weg durch die Pappkartons, auf denen Auszubildende, Erzieherinnen, Eltern oder auch die Kulturtreibenden ihre Zukunftssorgen mit Blick auf die anstehenden Kürzungspläne geschrieben hatten, fanden nur wenige Ratsvertreter auf ihrem Weg zur Sitzung.

Hildegard Kingreen von den Grünen machte deutlich, dass eine nachhaltige Stadtentwicklung ohne Kultur und Bildung nicht möglich sei. Für Willi Strüwer (CDU) ist Sparen das Gebot der Stunde. „Jeden Tag macht die Stadt 400 000 Euro neue Schulden. Wir haben bald mehr Kindergartenplätze als Kinder, da kommen wir um Schließungen nicht herum.“ SPD-Fraktionschef Mark Krippner will bei den anstehenden Sparplänen, die nach der Sommerpause auf der Tagesordnung stehen werden, genau hinschauen: „Mit uns gibt es kein Hauruckverfahren. Was einmal weggekürzt wurde, kommt nämlich nicht wieder.“

Rosemarie Wrede von ver.di versicherte, dass sich die Betroffenen immer wieder bei den Politikern durch Aktionen bemerkbar machen würden. „Wir dürfen nicht zulassen, dass hier ein Haus auf Zahnstochern gebaut wird.“

Weiterer Bericht Seite 3

Von Andreas Reitmajer

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Kommentare
08.09.2010
14:47
„Wir möchten keine Sparopfer werden“
von derNoergler | #3

es ist ein denkbar schlechter Rat, aus der Anzahl Anwesender bei der Aktion auf die Zufriedenheit der Bevölkerung zu schliessen. Ich stelle fest, dass die Menschen nicht mehr so einfach zu mobilisieren sind.
Umso wichtiger ist es, dass sich die Aktiven zu Wort melden.
CheChe, nicht nur wer sieht, ist klar im Vorteil. Auch wer in der Lage ist sein Anliegen in deutliche Worte zu fassen, hat eine Chance, verstanden zu werden.

11.06.2010
16:23
„Wir möchten keine Sparopfer werden“
von CheChe und keine Fliege | #2

@ Smartyy! Augen auf im Straßenverkehr! Wer sieht ist klar im Vorteil! Wer sich umschaut ist klar im Vorteil!

11.06.2010
10:24
„Wir möchten keine Sparopfer werden“
von smartyy | #1

Da standen gestern um 17 Uhr ca. 100 Pappkartons vor dem Rathaus. Auf der Besuchergalerie ca. noch einmal 40 Stück. Aber wieviele betroffene waren den da? Ich habe nicht mehr als ca. 20-25 gesehen. Herr Marquardt, sieht so ein Massenprotest aus? Versuchen sie nicht den Eindruck zu erwecken, das die Bevölkerung zum größten Teil hinter Ihnen und ihren Forderungen steht. Dem ist wohl nicht so, sonst wären zur Ratsitzung, diesmal mit spätem Arbeitnehmerfreundlichem Beginn, mehr Demonstranen erschienen. Auch von den Schüler, es gab ja kein Frei weil schon keine Schule mehr war, konnte man nicht mal ein Dutzend sehen.
Viel Wirbel um nichts. Leider kommt das in dem Artikel nicht rüber, so das der Eindruck entstehen könnte es war mehr als tatsächlich war.

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