„Wir haben genug von immer neuen Ausflüchten“

„Wir haben genug von immer neuen Ausflüchten von Politik und Bauverwaltung. Der neue Oberbürgermeister und der Rat müssen jetzt endlich Farbe bekennen. Sonst“, so Rapp-Frick, „gibt es die neuen Industrieflächen nicht mehr in Hagen. Sondern außerhalb. Beispielsweise in Unna.“

Deutliche Worte fand Dr. Hans-Peter Rapp-Frick als Gastreferent der Volksbank-Vertreterversammlung. Der SIHK-Geschäftsführer erwies sich zum Thema „Zukunft der Industrie“ erwartungsgemäß als ein profunder Kenner der Region Südwestfalen. In seinen Ausführungen, die im zunehmenden Verlauf deutlich an Fahrt aufnahmen, sparte er nicht mit Kritik an Politik und Verwaltung, denen es nicht gelungen sei, Industrieflächen ausweisen. Deshalb mahnte er: „Hagen hat bereits in zwei Jahren keine Flächen mehr. Die Hagener Politik versucht seit Jahren, das Problem wegzuschieben.“ Heimische Betriebe müssten dann ihre Erweiterungen in anderen Städten realisieren.

Als Negativbeispiel führte er in Hohenlimburg die Brachflächen im Nahmertal an. Diese seien nur so lange eine potenzielle Industriefläche, bis sich ein Betrieb dort tatsächlich ansiedeln wolle. „Dann“, so Rapp-Frick, „heißt es plötzlich, der Untergrund ist für die vorgesehene Gründung ungeeignet, der Bach muss aufwendig freigelegt werden und die nahe Wohnbebauung lässt keinen Drei-Schicht-Betrieb zu.“

Deshalb greife die SIHK das Problem der fehlenden Industrieflächen nachhaltig auf.

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