Winter erst zu warm, dann zu kalt

Hagen..  Der vergangene Winter, der aus meteorologischer Sicht die Monate Dezember bis Februar beinhaltet, lag mit einer mittleren Temperatur von 2,4 Grad an der Wetterstelle am Eugen-Richter-Turm um 0,3 Grad über dem Durchschnitt der international gültigen Referenzperiode von 1961-1990.

Am wärmsten war es im Lennetal in Hohenlimburg und in Fley mit 3,7 Grad Celsius. Schlusslicht waren die Dahler Höhen mit nur 2,2 Grad Mitteltemperatur. Während der Dezember und Januar etwas zu warm ausfielen, brachte der Februar erstmals seit zwei Jahren unterdurchschnittliche Wintertemperaturen.

Wärmster Wert in Hohenlimburg

Die höchsten Temperaturen des Winters wurden am 10. Januar gemessen und erreichten bis zu 14 Grad in Hohenlimburg. Der Januarrekord von 15,9 Grad aus dem Jahr 1999 blieb unerreicht. Die tiefsten Temperaturen wurden im Februar in Dahl mit -8,0 Grad und im Dezember an der Sternwarte mit -6,7 Grad registriert.

Frost gab es im Volmetal an bis zu 41 Tagen und im Lennetal in Hohenlimburg an immerhin 23 Tagen. Eistage, an denen das Thermometer ganztägig im Frostbereich verbleibt, gab es im Lennetal nur an einem einzigen Tag und an der Sternwarte an sechs Tagen. Im Volmetal lag an insgesamt 17 Tagen Schnee. An insgesamt 69 Tagen wurde messbarer Niederschlag registriert. Der Februar war der einzige zu trockene Monat.

An der Sternwarte fiel mit 236 Liter pro Quadratmeter etwa 10 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. Am trockensten war es im Lennetal mit knapp 200 Liter pro Quadratmeter, am nassesten bedingt durch den Steigungsregen auf den Dahler Höhen mit bis zu 325 Liter pro Quadratmeter.

175 Sonnenstunden

Der Winter war in Bezug auf die Sonnenscheindauer in Hagen recht durchschnittlich. Mit 175 Sonnenstunden schien die Sonne etwa fünf Prozent weniger als üblich. An 37 Tagen war die Sonne überhaupt nicht zu sehen. Letzten Winter gab es dagegen rund 40 Prozent mehr Sonnenschein.