Windenergieanlagen im Wesselbachtal und am Schlossberg?

Windrad Veserde Schotterweg
Windrad Veserde Schotterweg
Foto: WP

Hohenlimburg..  Auf einer rund 30 Hektar großen Fläche zwischen Eilpe / Dahl und Hohenlimburg sollen sich in naher Zukunft sechs oder sieben Windenergieanlagen drehen. Bis zu 200 Meter hoch. Das sagt Joachim Schulenburg, Projektentwickler der SL NaturEnergie aus Gladbeck. „Es ist noch nichts verbindlich. Noch sind das Planungsideen“, betont er.

Um grüne Energie in Nordrhein-Westfalen zu erzeugen, hat er zwei Flächen in und um Hohenlimburg in sein Blickfeld genommen. Rund um das Wesselbach- und das Nahmertal. „Fürstliche Flächen“, wie Schulenburg verriet. „Wir wollen dabei aber die Bürger mitnehmen und sie auch von den Windenergieanlagen partizipieren lassen.“

600 Meter zum Seniorenheim

Eine Anlage könnte rund 600 Meter oberhalb der letzten Häuser der Wesselbachstraße, also unweit des Seniorenheimes entstehen; eine andere auf dem Schlossberg in Richtung Nahmertal, etwa in Höhe des einstigen Verwaltungsgebäudes von Krupp (heute Wilhelm-Busch-Schule). Abstand dort rund 1,3 Kilometer.

Die weiteren auf Hohenlimburger Terrain geplanten Anlagen könnten in Richtung Brechtefeld gebaut werden. Im Dunstkreis jenes Windkraftrades, das sich dort bereits seit vielen Jahren dreht.

„Die Investoren planen. Die heiße Phase beginnt“, sagt dazu Martin Bleja von der Stadt Hagen. Deshalb sollen bei einem Ortstermin die möglichen Standorte besichtigt werden. Wahrscheinlich am 12. Juni.

Zusätzlich ist eine Bürgeranhörung und somit ein Informationsabend zu den Windenergieanlagen für Gesamt-Hagen am 25. Juni im Ricarda-Huch-Gymnasium (Vosswinkelstraße 1) geplant, so dass in den städtischen Gremien nach der Sommerpause die intensive Beratung und letztlich eine Beschlussfassung erfolgt. Insgesamt, so Joachim Schulenburg, möchte die SL NaturEnergie 15 Anlagen in Hagen bauen. Einbezogen in diese Planungen ist auch Ansgar Berger aus Hagen.

Das Nahmertal könnte zukünftig gleich doppelt betroffen sein. Denn die Nachbargemeinde Nachrodt-Wiblingwerde möchte, wie mehrfach berichtet, unmittelbar an der Ortsgrenze zu Hohenlimburg zwei Anlagen erstellen. In Nachrodt sind die Beratungen und somit die Planungen jedoch zunächst einmal vertagt worden, weil die Gemeinde die angekündigte Gesetzgebung des Landes NRW abwarten möchte.