Wildernder Schnauzer reißt Soay-Schaf

Hohenlimburg..  Jagdszenen im Nimmertal. Am Samstagnachmittag hat dort gegen 15 Uhr ein schwarzer Schnauzer ein Soay-Schaf gerissen, so dass dieses kurz darauf verendet ist.

Der Hund gehörte zu einer Gruppe Frauen, die offenkundig in Richtung Hohenlimburg wanderten. „Die Frauen haben noch gerufen und versucht, den Schnauzer von dem Schaf fernzuhalten. Das ist nicht geglückt“, berichtet der Jagdpächter gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. „Ich habe das Ereignis nicht beobachtet. Nur den Hund gesehen, der blutverschmiert angelaufen kam.“

Die Frauen, die namentlich bekannt sind, haben angegeben, die Polizei informiert zu haben. Doch bei der Pressestelle war gestern von einem Anruf nichts bekannt. Der Jagdpächter hat später auf den Höhen des Nimmertales das verendete Tier gefunden und vergraben.

Im Gespräch mit dieser Zeitung appellierte er an alle Hundehalter, die Vierbeiner nur angeleint im Wald laufen zu lassen. „Gegenwärtig sind viele Rehe trächtig. Auch sie haben, wenn sie von einem Hund gehetzt werden, keine Chance.“

Sechs Tiere ausgesetzt

Übrigens: Um das Soay-Schaf rankt eine merkwürdige Geschichte. Nach Darstellung des Jagdpächters hatte der Besitzer im Sommer des vergangenen Jahres sechs Tiere kurzerhand ausgesetzt. Weil diese ursprünglich aus Schottland stammen und sehr robust sind, fühlen sie sich in freier Wildbahn im idyllischen Nimmertal offenkundig so wohl, so dass ein Schaf jetzt Nachwuchs bekommen hätte.