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Wie man mit Fabrikverkäufen in NRW Geld sparen kann

14.01.2013 | 10:16 Uhr
Wie man mit Fabrikverkäufen in NRW Geld sparen kann
Der Fabrikverkauf von Brandt in Hagen bietet neben Bruchzweiback auch Merchandise-Artikel der Marke an.Foto: Maximilian Löchter

Essen.   Windeln, Tablet-PCs, Zwieback und Wurst. Eigentlich gibt es nichts, was die Fabrikverkäufe der Region nicht im Angebot haben. Wie die Unternehmen ihre Produkte und B-Ware an den Kunden bringen ist dabei so unterschiedlich, wie die Produkte selbst. Während das eine Unternehmen den Fabrikverkauf als Chance nutzt, um Überschussware loszuwerden, nutzt das andere Unternehmen den Fabrikverkauf als Prestigeobjekt.

In Nordrhein-Westfalen gibt es an die 100 Fabrikverkäufe und unzählige Outlets. Während letztere oft Mode der vergangenen Saison anbieten, haben Fabrikverkäufe Überproduktionen und B-Ware im Angebot. Es drängt sich also  die Frage auf, wie viel man als Kunde wo sparen kann. Im Selbstversuch bereiste Volontär Maximilian Löchter an einem Tag vier Fabrikverkäufe im Verbreitungsgebiet der WAZ Mediengruppe. Seine Reise führte ihn zu den Fabrikverkäufen von Brandt in Hagen, Medion in Essen, Ontex in Recklinghausen und Herta in Herten. 

Fabrikverkauf Brandt in Hagen

Der Fabrikverkauf des Zwieback-Herstellers Brandt in Hagen ist offenbar als Prestigeobjekt gedacht. Wer sich einen Verkauf vorstellt,  bei dem in einer Lagerhalle aufgestapelte Kartons stehen, liegt im Fall Brandt falsch. Der Fabrikverkauf ist angegliedert an das „Haus Stennert“, ein ehemaliges Gasthaus.

Das historische Fachwerkhaus beheimatet neben einem kleinen Cafe auch ein Museum. Hier können interessierte Besucher von Montag bis Freitag um 15 und 16 Uhr durch die Dauerausstellung geführt werden.

Der Fabrikverkauf bietet dann das komplette Sortiment der Firma an. Im Durchschnitt spart man zwischen 20 und 30 Prozent, verglichen zum regulären Einzelhandelspreis, wie Firmensprecherin Rina Bisping erklärt: „Eine 200g-Packung Schoko-Zwieback bieten wir für 99 Cent an. Im Supermarkt liegt der Preis meist bei 1,49 Euro.“ Doch der Hauptanziehungspunkt ist für einen Großteil der Kunden ein anderer, wie Bisping berichtet: „Für Bruch-Zwieback kommen die Leute aus allen Teilen des Landes.“ Hier kann man richtig sparen: 400g feiner Bruchzwieback kosten 1,40 Euro.

Bruch-Zwieback beim Brandt Fabrikverkauf in Hagen. Foto: Maximilian Löchter

20.000 Kunden pro Jahr

Dieses Angebot lockte im Jahr 2012 an die 20.000 Kunden nach Hagen zu Brandt ins „Haus Stenner“. Brandt nutzt diese Chance, um Firmen-Merchandising, beispielsweise T-Shirts, an den Kunden zu bringen. Dennoch ist der Fabrikverkauf zumindest eine kleine Mogelpackung, da die Produktion seit 2003 nicht mehr in Hagen, sondern in Thüringen stattfindet. Lokalpatrioten schmerzt das, dem Verbraucher kann es egal sein, so lange er spart.

  • Adresse: Brandt „Unsere kleine Zwiebackwelt“, Enneper Straße 3, 58135 Hagen, Telefon: 02331 / 3 48 61 43, www.brandt-zwieback.de, Öffnungszeiten: Montag – Freitag 10 – 18.30 Uhr
Kommentare
15.01.2013
20:00
Die Arbeitslosigkeit in Hagen wurde mit Millionen subventioniert
von nur_meine_meinung | #16

Seit die Firma Brandt mit Millionen von Steuergeldern in den "neuen Bundesländern" eine neue Fabrik gebaut hat, werden die Produkte dieser Firma von...
Weiterlesen

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Wie man mit Fabrikverkäufen in NRW Geld sparen kann
Wie man mit Fabrikverkäufen in NRW Geld sparen kann
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http://www.derwesten.de/staedte/hagen/wie-man-mit-fabrikverkaeufen-in-nrw-geld-sparen-kann-id7466607.html
2013-01-14 10:16
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