Westfalenbad mischt Salze ins Wasser

Salz im Wasser: Lucian Skopp und seine Frau Zdzislawa spüren die Energie.
Salz im Wasser: Lucian Skopp und seine Frau Zdzislawa spüren die Energie.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Westfalenbad in Hagen mischt Salze ins Wasser. Das Projekt startet am Samstag und soll das Wohlbefinden steigern.

Hagen.. Ob das Geheimnis ewiger Jugend in diesem Becken liegt . . . Wer das Salz mit ein paar Wassertröpfchen befeuchtet, spürt die Energie, wenn er die Hand zu Faust ballt. Lithium – eine Lieferant für gute Laune, bestens für die Psyche.

Monika Schmidt lächelt, als sie aus dem Whirlpool steigt: „Ein schönes Gefühl“, sagt die Dame, die mit den Frauen aus ihrer Wassergymnastik-Truppe im salzigen Nass Platz genommen hat. „Aber gut gelaunt sind wir eigentlich immer.“

Salz sorgt für gute Laune

Gut gelaunt ist auch jener Schwabe, der für salzige Tage im Westfalenbad sorgt. Weil er selbst daheim in der Wanne zweimal die Woche ein Lithium-Bad nimmt und weil er mit Hagenbad einen neuen Partner für die Prof.-Dr.-Biene GmbH aus dem Erzgebirge gefunden hat. Zumindest mal für eine Testphase.

Dr. Marcus Wengel gibt die ersten Salzproben aus und schult das Personal, das künftig das Salz ins Wasser geben soll – zum ersten Mal am Samstag, 28. Februar. „Die Ozeane bieten uns mehr als 70 verschiedene Salze, die sie am Leben halten“, sagt Wengel, „wir aber kennen eigentlich nur das Kochsalz.“

Gegen trockene Haut

Das hat im Wasser des Westfalenbades nichts verloren. Dafür neben Lithium auch Magnesium. Das hilft gegen trockene Haut. Oder Selen gegen oxidativen Stress. Und Zink belebt die Sinne. Das alles kommt nicht in einem Rundum-Sorglos-Mix in die Becken. Sondern nacheinander. Wann es wirkt? „Einmal rein und Effekt für ein halbes Jahr – das klappt nicht“, sagt Wengel, „zweimal im Monat sollte man schon zwischen 10 und 20 Minuten ein Salzbad nehmen, um eine gewisse Wirkung zu erzielen.“

Salze im Wasser – zumindest in der weiteren Umgebung gibt es nicht. „Ich kenne Thermen wie in Erding, wo es so etwas wie einen Jungbrunnen mit drei verschiedenen Becken gibt“, sagt Bäderleiter Thomas Maag, „aber baulich können wir das nicht ohne Weiteres umsetzen.“

Also wird die exklusive zeremonielle „Aufsalzung“ mit Sauna- bzw. Schwimmmeister zur Alternative. Und zwar jeweils für eine Woche. „Doch auch in den Tagen danach kann man die Wirkung noch spüren“, sagt Maag, der aber auch betont: „Wir machen hier keine Heilversprechen.“ Es gehe nicht um eine eventuelle medizinische Wirkung, sondern um Wellness. In drei Becken (Warmbecken Sauna innen und außen sowie im Whirlpool im Freizeitbad) werden die Salze für jeweils eine Woche (dazwischen längere Pausen) ins Wasser gegeben. „Wir warten dann mal die Rückmeldungen unserer Gäste ab und überlegen, wie wir weiter vorgehen“, so Thomas Maag. Ein Erhöhung der Eintrittspreise sei in diesem Zusammenhang nicht geplant.